Durchführung des Entwicklungsvorhabens

Nun beginnt die Umsetzung des geplanten Vorhabens – eine Entwicklung, die im Lauf der nächsten Monate und Jahre neue Zugänge erschließen und das eigene Verständnis der Unterrichtsprozesse vertiefen soll:

1)  Das geplante Vorhaben in die Tat umsetzen

Das Vorhaben wird mit den ersten Schritten gestartet. Ausgehend von den damit gemachten Erfahrungen werden dann die weiteren Schritte konkretisiert. Der Kreislauf beginnt: ausprobieren, reflektieren, Neues entdecken, weiterprobieren, …

Falls es Fortbildungsveranstaltungen gibt, die thematisch gut passen, kann man die Erkenntnisse daraus in das eigene Entwicklungsvorhaben einbringen.

Oft sind Eltern ansprechbar für Unterstützung. Dabei muss man aber darauf achten, dass sie gut ins professionelle Setting eingebettet werden und ihrerseits ausreichend Unterstützung erhalten. Und dass sich für jene Schüler/innen, deren Eltern – aus welchen Gründen auch immer – nicht mitmachen, keine (unbeabsichtigten) Benachteiligungen ergeben.

2)  Regelmäßigen Austausch mit Kolleg/inn/en pflegen

In einer professionellen Lerngemeinschaft, in der Fachgruppe an der Schule, bei Fortbildungsveranstaltungen etc. kann man Erfahrungen austauschen und unterschiedliche Sichtweisen einbeziehen.

3)  Den Fortschritt regelmäßig beobachten, Anpassungen vornehmen

Als Grundlage für die laufende Reflexion braucht man eine Dokumentation der Aktivitäten und ihrer Effekte. Um den Aufwand dafür in Grenzen zu halten empfiehlt es sich, möglichst bereits bestehende Formate zu verwenden oder zu erweitern: Unterrichtsplanungen, Notizen zu Schüler/innenleistungen, Portfoliomappen der Schüler/innen, Unterlagen von IKM-Sessions, Feedbackunterlagen etc.

Als Formen der regelmäßigen Selbstvergewisserung bieten sich z.B. an: Hospitation durch Kolleg/inn/en in ausgewählten Unterrichtsstunden mit Beobachtung vorher vereinbarter Aspekte des Unterrichts, Schüler/innenfeedback etc. Interessante Unterlagen samt Auswertungsmöglichkeit findet man z.B. bei SQA-Online oder EMU.

Es wird laufend kleinere oder größere Anpassungen des Vorhabens geben, die aufgrund der Erfahrungen im Unterricht und der Reflexion mit Kolleg/inn/en während der Umsetzung erfolgen. Abgesehen davon soll allerdings auch zu vorher festgelegten Zeitpunkten überprüft werden, ob und inwieweit die Ziele erreicht wurden und wie sinnvollerweise die weitere Arbeit ausgerichtet werden soll.

Anmerkungen:

Als Start werden die ersten Umsetzungsschritte konkret geplant, ab dann läuft der Prozess in Schleifen weiter: Erfahrungen machen, Feedback einholen, reflektieren, das Vorhaben modifizieren, weiter probieren, Feedback bekommen, Neues entdecken, ausprobieren, …  Im Idealfall mündet das in eine kontinuierliche Weiterentwicklung mit wechselnden Schwerpunktsetzungen. Entwicklung ist etwas Kontinuierliches, und der Anspruch lautet nicht, dass das Vorhaben morgen erledigt sein soll. Aber in Bewegung soll es sein.

Zuletzt geändert: Dienstag, 5. Dezember 2017, 11:28