Personalentwicklung und Fortbildung

Bislang wurde Personalentwicklung als flankierende Maßnahme in die Schulentwicklung (im Sinne von Organisations- und Unterrichtsentwicklung; Teil A des Entwicklungsplans) eingebettet.. Sie hat aber neben der Unterstützungsfunktion auch per se eine Berechtigung und stellt eine der Säulen der Schulentwicklung dar (siehe auch hier).

Der Schul-Entwicklungsplan bietet daher in Teil B die Möglichkeit, weitere Personalentwicklungs-/Fortbildungsplanungsziele und -maßnahmen abzubilden, die keinen unmittelbaren Bezug zu den anderen Teilen (A oder ggf. C) haben, die der Schule aber für die Weiterentwicklung des Lernens und Lehrens wichtig sind.

Sind allgemeine Maßnahmen der Personalentwicklung gerade nicht notwendig oder sinnvoll, dann entfällt Teil B (wobei dies nicht ein mangelndes Engagement der Schule interpretiert wird). Es handelt sich hier um einen fakultativen Bereich.

Auch in punkto Personalentwicklung/Fortbildung wird der gesamte Planungsprozess durchlaufen. Man beginnt mit der Entwicklung von Zielbildern, nimmt einen Rückblick und eine Bestimmung des Ist-Standes vor und geht dann über zur Planung konkreter Ziele und Maßnahmen. Hinweise wie man dabei allgemein vorgehen kann, finden sich in den Unterkapiteln: Gemeinsamer Einstieg, Themen auswählen, Zielbilder entwickeln, Rückblick und Ist-Stand, Ziele und Maßnahmen für das kommende Schuljahr.

Für Rückblick und Ist-Analyse kann man sich z.B. folgende Fragen stellen:

  • (Wie) Werden verschiedene Formen der Zusammenarbeit an der Schule praktiziert bzw. gefördert (z.B. Steuer-/Fach-/Projektgruppen, Jahrgangsteams, kollegiale Hospitationstandems/-gruppen, professionelle Lerngemeinschaften)? (Wie) Werden neu eintretende Lehrpersonen betreut bzw. begleitet?
  • Gibt es an der Schule Zielvereinbarungen und/oder Coachinggespräche der Schulleitung mit den Lehrer/innen? Wie stark ist die Feedbackkultur an der Schule insgesamt ausgeprägt? Wer gibt wem Feedback, und in welcher Form? Wie systematisch erfolgt Feedback und in welcher Weise werden die individuellen Erfahrungen vergemeinschaftet?
  • Werden die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Einstellung neuer Lehr-/Leitungspersonen seitens der Schule ausgeschöpft?
  • Wie wird an der Schule mit der (Neu-)Besetzung teilverantwortlicher Funktionen (z. B. Klassenvorstände, Projekt-, Fachgruppenleiter/innen, SGA/Schulforum, Personal­vertretung) umgegangen? Wie erfolgt die Vorbereitung potenzieller Kandidat/innen auf ihre Aufgaben?
  • Wie (gut) ist die Fortbildungs-/Beratungsplanung mit den Schulentwicklungsvorhaben (im EP, aber auch darüber hinaus) verknüpft? Was befördert/behindert sie? Ist klar, wer wofür verantwortlich ist?
  • In welchen pädagogischen/inhaltlichen Bereichen besteht für wen besonderer Fortbildungs- / Beratungsbedarf? In welcher Form sollte Fortbildung/Beratung stattfinden, damit sie optimale Wirkung erzielt?

Last modified: Tuesday, 28 November 2017, 8:21 PM