Welche Rolle spielt der Entwicklungsplan (EP)?

Schul-Entwicklungsplan als systematisches und transparentes Tool

Der Schul-Entwicklungsplan (SEP) ist der Kern- und Angelpunkt der Schulentwicklung. Seine verbindliche Struktur leitet an zu evidenzbasiertem, systematischem und zielorientiertem Vorgehen; zugleich dient er als Dokumentation. Entwicklungspläne sind also zugleich Planungsinstrumente und Belege für Qualitätsentwicklung/Qualitätssicherung im Sinne der Rechenschaftslegung gegenüber der Öffentlichkeit.

Entwicklungspläne basieren auf der Qualitätsspirale, folgen einer einheitlichen Struktur und sind vorwiegend analytisch, ziel- und ergebnisorientiert. Schlankheit und Wirksamkeit der Entwicklungspläne sind oberstes Gebot. Die SEP sind Arbeitsinstrument für die Schulen und begleiten den gesamten Prozess. Sie müssen daher innerhalb der Schule gut dokumentiert und dem gesamten Lehrer/innen-Kollegium aktiv kommuniziert werden.

Die schulischen Veränderungsmaßnahmen sind dabei grundsätzlich als „Projekte“ definiert mit Zielen, einem Anfang und einem Ende, einer Planung und einer Struktur. Hier kommen also auch die Hilfsmittel des Projektmanagements zum Tragen – in einer für die Schulen übersetzten Sprache und Darstellungsweise.

Eine detaillierte Beschreibung, wie mithilfe des EPs Entwicklungen geplant, umgesetzt und evaluiert werden können, finden Sie in den folgenden Kapiteln.

Vorlagen und Hinweise für den Schulentwicklungsplan (SEP)

SEP-Vorlage (doc), Stand: Januar 2017 (Diese Struktur steht den Schulen ab sofort zur Verfügung. Ab dem Schuljahr 2017/18 ist sie verbindlich. Sie ist bis auf zwei kleine redaktionelle Änderungen wortident mit der Version vom Mai 2016.)

Orientierungshinweise (doc), Stand: Januar 2017

FAQs zum Rundschreiben 6/2016 und zum Schul-EP (pdf), Stand: Januar 2017

Modellhafter SEP als Anregung zur kritischen Reflexion


Entwicklungszyklen

Die Schulentwicklung mit EP stützt sich auf einjährige Zyklen, die dem Schuljahr folgen, und in denen Maßnahmen konkretisiert, Pläne umgesetzt sowie einer Evaluation unterzogen werden. Die Schulen sind dazu angehalten, sich innerhalb eines Jahres konkrete Ziele zu setzen, sich über deren Erreichung zu vergewissern und darauf aufbauend weitere Schritte zu planen.  Die Schul-EP werden jeweils im Laufe des 2. Semesters für das folgende Schuljahr erarbeitet. Sie sind spätestens nach Schulbeginn im Herbst an die Schulaufsicht zu übermitteln und dienen als Basis für die Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche.

Die Entwicklungspläne werden zwar jährlich fortgeschrieben, nehmen aber immer eine Perspektive von mehreren Jahren in den Blick. Der Gesamtzeitraum, der dabei einem Thema eingeräumt wird, kann je nach Bedarf von der Schule gewählt bzw. auch während der Umsetzung, wenn nötig, angepasst werden. So lässt sich ein Thema vielleicht rascher abschließen als erwartet, während es für ein anderes Entwicklungsvorhaben zusätzliche Zeit oder auch weitere Maßnahmen braucht. Anders als in den ersten Jahren von SQA gibt es hier keine zeitlichen Vorgaben mehr. Die Kontinuität der Entwicklungen an den einzelnen Schulen steht im Vordergrund.


Entwicklungsvorhaben und „Alltagsgeschäft“

Wenn Schulentwicklung in Projekten abläuft, bedeutet dies einerseits, dass sie in die tägliche Arbeit gut eingepasst sein müssen. Andererseits ist auch das Ende von Projekten über eine summative Evaluation zu bestimmen, die feststellt, ob die Ziele erreicht wurden und es nun (vorerst) keine weiteren Entwicklungsbemühungen für dieses Thema braucht. Sollte dies der Fall sein, kann das Vorhaben jedoch nicht in die Schublade gelegt werden. Im Gegenteil, Schulentwicklung ist ja kein Selbstzweck, sondern zielt darauf ab, langfristige und nachhaltige Veränderungen zu erzeugen. Die Ergebnisse von Entwicklungsprojekten sollten also im Normalfall in die tägliche Praxis übergehen. Dazu mehr in Kapitel 6 Phase 4.


Systematisches Vorgehen in allen schulischen Vorhaben

Während der Schul-EP sich vorerst auf ausgewählte Bereiche und Themen konzentriert, soll das darin vorgestellte systematische Vorgehen, auch bekannt als Qualitätskreis oder Qualitätsspirale – längerfristig alle schulischen Vorhaben leiten – auch diejenigen, die nicht (explizit) Teil des EP sind.

Ziel ist also ein Verinnerlichen der Vorgangsweise und eine selbstverständliche Anwendung – egal ob es sich um ein großes oder kleines Projekt handelt, ob eine einzelne Lehrkraft daran arbeitet oder ein großes Team, und welche Zeithorizonte geplant sind: Von der Planung einer Unterrichtsstunde bis zu schulweiten Veränderungsprojekten braucht es die gleiche Logik der Zielsetzung, Planung, Umsetzung und Evaluation. Dazu mehr unter Qualitätsspirale.


Entwicklungspläne auf regionaler Ebene 

Entwicklungspläne gibt es auch auf regionaler Ebene. Sie folgen einer verbindlichen Grundstruktur.

Orientierungshinweise sowie Vorlagen für diese Entwicklungspläne finden Sie hier:

Vorlagen und Hinweise für den Schul-Entwicklungsplan siehe auch hier!

Last modified: Monday, 29 October 2018, 4:09 PM