Warum ist Schulentwicklung so wichtig?

Gesellschaftliche Veränderungen und neue Anforderungen

Die Umwelt von Schulen verändert sich immer rascher – und damit auch die Anforderungen an Schulen: Sie müssen mit immer größerer Unterschiedlichkeit der Schüler/innen zurechtkommen, mit veränderten Ansprüchen an die von ihnen zu leistende Erziehungsarbeit und mit vielfältigen und z.T. widersprüchlichen Wertvorstellungen. Gleichzeitig fordern Schüler/innen und ihre Eltern mehr Partizipation und Mitsprache, und es steigt das öffentliche Interesse an der Qualität von Schulen – nicht zuletzt auch im Kontext der Schulwahl.

Zusätzlich zeigen Befunde aus (internationalen) Untersuchungen Probleme bei der Vermittlung von Grundkompetenzen und der sozial gerechten Ausgestaltung von Schule und Unterricht auf und erzeugen Veränderungsdruck. Neue Anforderungen an fachliche Qualifikationen sowie Sozial- und Selbstkompetenzen der Schüler/innen, ein erhöhter Stellenwert von externen Kooperationen sowie veränderte Rahmenbedingungen müssen von bzw. in den Schulen bewältigt werden. All dies schlägt sich auch in aktuellen Reformen und Neuerungen nieder - Stichwort kompetenzorientierter Unterricht, Bildungsstandards, neue Reifeprüfung, erweiterte Schulautonomie etc. – die nur dann wirksam werden, wenn sie an den Schulstandorten umgesetzt werden. Kurzum: Es ist vieles in Bewegung, und die Schulen müssen sich diesem Wandel stellen.


Gestaltungsspielräume der Schulen

Schulen reagieren aber nicht nur auf externe Einflüsse. Sie haben auch vielfältige Möglichkeiten, ihre Entwicklung proaktiv zu gestalten und eigene Wege zu finden. So können sie z. B. Schwerpunkte setzen und ein Profil entwickeln. Die Erweiterung der Schulautonomie bietet hier zusätzliche Möglichkeiten. Auch die Auswahl von Themen für die Schulentwicklung, die Art der geplanten Maßnahmen sowie die (methodische) Umsetzung sind in der Verantwortung der Schule und eröffnen Spielräume. Ziel ist es, dass es Schulen gelingt, ihre eigene Entwicklung professionell zu verantworten, Potenziale zu nutzen und Kräfte zu bündeln, um das Lernen der Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen.

Um diesem Geflecht von Ansprüchen und Herausforderungen gerecht zu werden und eigene Handlungsspielräume nützen zu können, braucht es gezielte Veränderungs- und Entwicklungsprozesse am Schulstandort – Schulentwicklung eben.


Koordinierte und verbindliche Entwicklung an Schulen

Lehrer/innen bemühen sich seit jeher um bestmögliche Qualität. Wie fundiert und systematisch sie das tun bzw. ob sie es gemeinsam tun, hängt allerdings stark von der jeweiligen Schulkultur ab. Hier setzt SQA an. SQA fördert eine koordinierte und abgestimmte Qualitätsentwicklung, die das „Gesamtsystem Schule“ betrifft. Statt des „traditionellen Einzelkämpfertums“ braucht es Vernetzung, Austausch und Teamarbeit, statt „Ich und meine Klasse“ braucht es ein „Wir und unsere Schule“. Schulentwicklung im Sinne von SQA beruht daher auf Vereinbarung und Verbindlichkeit und muss auch gemeinsam angegangen werden. Schafft es eine Schule, sich selbst kontinuierlich weiterzuentwickeln, wird sie zur „lernenden Schule“. Die von SQA zur Verfügung gestellten Werkzeuge sollen diesen Prozess unterstützen.

Last modified: Tuesday, 28 November 2017, 4:20 PM