Untersuchung von kritischen Schritten im Kompetenzerwerb und Bewältigungsstrategien für D8

Die einzelnen Kompetenzbereiche bergen gewisse Aspekte, die sich immer wieder für viele Schüler/innen als besondere Herausforderungen erweisen. Jede Lehrerin/jeder Lehrer hat sicherlich spezifische Erfahrungen damit – und die müssen sich nicht zwingend decken, denn zu einem gewissen Grad hängt es auch von der Lehrkraft und ihrer Unterrichtsgestaltung ab, womit sich die Schüler/innen leichter oder schwerer tun.

In einem Erfahrungsaustausch mit Fachkolleg/inn/en identifizieren,

  • was den Schüler/innen besondere Schwierigkeiten bereitet,

  • welche häufigen Missverständnisse und Fehler den weiteren Lernerfolg blockieren können,

  • welche Aspekte vielleicht nicht schwierig, aber so zentral für den weiteren Kompetenzerwerb sind, dass sie gut beherrscht und besonders beachtet werden sollen,

  • welche Bewältigungsstrategien die Schüler/innen haben und

  • wie man sie dabei unterstützen kann.

In weiterer Folge geht es dann um die Frage:

 

Wolkenförmige Legende: Auf welche Weise kann ich herausfinden, ob alle meine Schüler/innen die kritischen Schritte im Kompetenzerwerb gut bewältigen, und wie kann ich sie dabei noch besser unterstützen?

An expliziten Diagnosetools steht z.B. IKM zur Verfügung. Um herauszufinden, ob bestimmte Lernschritte erfolgreich bewältigt wurden, gibt es allerdings eine Reihe von Möglichkeiten, die auch direkt im Unterricht angewendet werden können: Beobachtungsbögen, Lerntagebücher, offene Aufgaben, Selbsterklärungen etc. (mehr in: Pädagogische Diagnostik)

Zur gezielten Beobachtung des Sprachstands von Schüler/innen mit Deutsch als Zweitsprache eignet sich z.B. die Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung – Deutsch als Zweitsprache (USB DaZ). Das Instrument lässt sich jederzeit und beliebig oft anwenden, ohne die Lernenden einer Stresssituation auszusetzen, da die Beobachtung mündlicher und schriftlicher sprachlicher Äußerungen in den Unterrichtsalltag integriert ist.

Was den jeweiligen Schüler/innen bei den für sie schwierigen Lernschritten hilft, muss man dann im konkreten Fall durch Ausprobieren herausfinden – wobei der Austausch mit Kolleg/inn/en sich üblicherweise als hilfreich erweist.

Sollte sich herausstellen, dass mehrere Kolleg/inn/en Interesse an einer Weiterentwicklung des Unterrichts von spezifischen Sequenzen in der Kompetenzentwicklung haben, bietet es sich an eine Lerngemeinschaft zu gründen bzw. eine Lesson Study durchzuführen. Entsprechende Fortbildungsangebote findet man mittlerweile an fast allen Pädagogischen Hochschulen.

Zuletzt geändert: Donnerstag, 7. Dezember 2017, 13:35