Entwicklungsplan (EP) und Evaluation

Evaluation spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklungspläne in SQA.

Bestandsaufnahme

Evaluation spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklungspläne in SQA. Die Arbeit an den Entwicklungsplänen beginnt mit einem Rückblick und einer Ist-Analyse zum jeweiligen Thema. Dazu bedarf es einer ersten Evaluation, die die Bestandsaufnahme mit Daten (erhobenen und vorhandenen) unterfüttert. Sie ist auch die Basis für einen Ist-Soll-Vergleich zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Ist-Analyse eignet sich besonders zur (ersten) Orientierung: In welchen Bereichen bzw. wo in einem größeren Bereich gibt es auffällige Ergebnisse, die möglicherweise auf besondere Stärken/Schwächen hinweisen? Je nach Thema und Fragestellung kann sich die Bestandsaufnahme auf einzelne Personen, Gruppen, Teams, Klassen, Jahrgänge, Abteilungen oder die ganze Schule beziehen. Sie soll nach Möglichkeit multiperspektivisch angelegt sein (d.h. also möglichst auch eine Außensicht einbeziehen).

Eine Bestandsaufnahme kann anschließend vertiefende Untersuchungen nach sich ziehen. Sie eignet sich auch gut als Datenbasis für Vergleiche im Zeitverlauf, so kann man sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Diese Vergleiche können einmalig zur Überprüfung der Maßnahmen des Entwicklungsplans durchgeführt werden oder auch in regelmäßigen Abständen, um Entwicklungen in zentralen Bereichen über die Zeit hinweg zu verfolgen.

Evaluation der umgesetzten Maßnahmen

In Folge braucht es Evaluation, um die Umsetzung datengestützt zu begleiten und um am Ende erkennen zu können, ob die Ziele des Entwicklungsplans erreicht werden. Die Maßnahmen sind also (immer wieder) auf der Basis von empirischen Informationen zu überprüfen: Ob die Bemühungen tatsächlich erfolgreich sind; ob die gewünschte Richtung stimmt; ob die Dosierung passt; und ob der Plan sinnvoll war.

Im Unterschied zur Ist-Analyse braucht es dazu eine Evaluation von Veränderungen, es geht also um einen Vergleich zwischen dem Stand zu Beginn des Entwicklungsprozesses und dem aktuellen Status quo bzw. zwischen dem gewünschten Ziel und dem tatsächlich Erreichten. Dies hat Auswirkungen auf das Design und die Methoden einer Evaluation, die nun Veränderungen (oder deren Ausbleiben) nachzeichnen muss.

Formative Prozessevaluation

Es empfiehlt sich, bereits während der Umsetzung des Entwicklungsplans mit der Evaluation zu beginnen: Erstens weil manche Daten später nur schwer und mit hohem Aufwand zu erheben sind, zweitens kann Evaluation als Prozessbegleitung genutzt werden: Erste formative Evaluationsergebnisse zeigen auf, wo und in welcher Weise der ursprüngliche Plan eventuell noch während der Umsetzung – aufgrund von Rückmeldungen aus der Evaluation – angepasst werden sollte.

Abschließende Evaluation des Entwicklungsplans

Schließlich liefert die Evaluation summativ verlässliche empirische Informationen, ob die Ziele des Entwicklungsplans erreicht wurden, wo es noch nachzubessern gilt bzw. in welche Richtung die nächsten Schritte gehen sollten. Hier schließt sich der Qualitätskreislauf eines Entwicklungszyklus und es geht weiter mit dem nächsten Entwicklungsplan.


Last modified: Monday, 14 March 2016, 1:37 PM