Meta-Evaluation – oder: was lernen wir daraus für unsere nächste Evaluation?

Aus Evaluationen kann man doppelt lernen: für die evaluierten Qualitätsbereiche und Fragestellungen (darum geht es natürlich vorrangig), aber auch für die Durchführung von Evaluationen selbst. Die Qualitätsspirale, die die Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung antreibt, kann auch für die Weiterentwicklung der Evaluationspraxis verwendet werden.

Leitfragen für die „Manöverkritik“

Gerade wenn Evaluation, wie in SQA vorgesehen, regelmäßig durchgeführt werden soll, zahlt es sich aus, am Ende eines Evaluationszyklus’ eine „Manöverkritik“ abzuhalten, die Evaluation also ihrerseits einer (kleinen) Meta-Evaluation zu unterziehen. Man lässt also die Evaluation mit ein paar einfachen Fragen noch einmal Revue passieren:

·       Was ist gut gelungen? Was hat sich bewährt?

·       Wo gab es Schwierigkeiten? Wie sind sie entstanden? Was könnten/sollten wir in Zukunft anders machen?

Es hat hier alles Platz: von allgemeinen Fragen zum Stellenwert der Evaluation in der Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung, über die Einbindung von Schulpartner/innen bis zu methodischen oder organisatorischen Detailfragen.

Wer es genauer wissen will, kann auch die Checkliste für gute Evaluationen: Wie wird Evaluation seriös und erfolgreich? für die Reflexion heranziehen.

Im Sinne des Aufbaus von Know-how und Kompetenzen im Bereich Evaluation macht es auch Sinn, kritisch zu hinterfragen, wo es noch Bedarf an Unterstützung und Weiterbildung gibt – und dies in den Entwicklungsplan aufzunehmen. Nicht zuletzt sollte man die wichtigsten „Lernergebnisse“ aus dieser Reflexion schriftlich dokumentieren. Dann können auch zukünftige Evaluationsteams von Ihren Erfahrungen profitieren.

Resonanzgruppe für die Reflexion der Evaluation

Meist wird diese Rückschau von den Personen durchgeführt, die die Evaluation federführend umgesetzt haben, also vom Qualitäts- oder Evaluationsteam der Schule. Das ist ein erster wichtiger Schritt, es fehlen jedoch, wie Sie sicher gleich festgestellt haben, die Perspektiven anderer Personengruppen. Die kann man auf verschiedene Weise einholen: Man macht vielleicht noch einmal eine Umfrage unter den Betroffenen und Beteiligten, das ist ein sehr fundiertes Vorgehen, aber auch aufwändig.

Bewährt hat sich Folgendes: Man lädt Vertreter/innen dieser Gruppen in eine Resonanzgruppe, die gemeinsam mit dem durchführenden Team die Evaluation reflektiert. Für den nächsten Evaluationszyklus ist es eine Überlegung wert, diese Resonanzgruppe – für begleitendes Feedback und zur Qualitätssicherung – von Anfang an zu installieren ...

Last modified: Monday, 20 November 2017, 10:31 AM