Ergebnisse aktiv verbreiten

Sind die Evaluationsergebnisse erst einmal zu Papier gebracht, ist ein wichtiger Schritt getan. Und wenn Betroffene und Beteiligte am Zustandekommen der Ergebnisse beteiligt waren, so ist auch der Informationsstand unter diesen Personen sehr gut. Was aber ist mit den anderen?

Wenn es an die Verbreitung bzw. Nutzung der Ergebnisse geht, stellt sich manchmal heraus, dass zu Beginn der Evaluation nicht genau genug geklärt wurde, wer die Daten/Ergebnisse in welcher Form bekommen bzw. was mit ihnen geschehen soll. In so einem Fall heißt es nachfassen, und diese Fragen zu klären (was meist mühsamer ist als zu Beginn), ansonsten drohen Konflikte oder es werden Ergebnisse ignoriert.

Sobald klar ist, wer über die Evaluation informiert werden soll, geht es an die Verbreitung der Ergebnisse. Eine beliebte Vorgehensweise ist es, den Evaluationsbericht im Lehrerzimmer auf- oder am Schulserver abzulegen. So ist er allen Lehrer/innen zugänglich und man hofft, dass diese ihn lesen. In der Realität geht diese Rechnung allerdings meist nicht auf, der Bericht geht im Alltagsgeschäft unter.

Außerdem werden auf diese Weise andere Betroffene und Beteiligte nicht erreicht. Waren diese in der Einstiegsphase eingebunden, werden sie sich jetzt eine Information über die Ergebnisse erwarten. Da geht es um Schüler/innen und Eltern, aber auch um andere Gruppen je nach Fragestellung der Evaluation. Aktive Formen der Verbreitung von Ergebnissen sind z.B. Diskussionen mit Schüler/innen, ein Bericht in der Schülerzeitung, eine Präsentation vor den Klassensprechern oder in der Elternvereinsversammlung etc. Auch dies sollte geplant werden.

Es braucht also zusätzliche Aktivitäten, um eine (intensive) Beschäftigung mit den Evaluationsergebnissen bei den Betroffenen und Beteiligten anzustoßen. Eine Fokussierung auf die konkrete Befassung mit den Ergebnissen kann mit folgenden Fragen erfolgen:

·       Wer soll über welche Ergebnisse der Evaluation informiert werden?

·       Was wollen wir, dass sie daraus erfahren?

·       Wie soll die Information erfolgen, damit sie Konsequenzen erwarten lässt?

·       Wer ist dafür verantwortlich, dass dies auch tatsächlich geschieht?

·       Welcher Zeitrahmen soll dafür zur Verfügung stehen?

·       Woran lässt sich erkennen, dass das angestrebte Ziel erreicht ist?

Raster dieser Art helfen, Verbindlichkeit herzustellen, da erfahrungsgemäß nach gemeinsamen Aktivitäten im Kollegium wieder die Arbeit in der Klasse im Vordergrund steht, wo nicht zuletzt auch wirksam werden soll, was im Rahmen der Evaluation erkundet wurde.

 


Last modified: Wednesday, 7 December 2016, 3:31 PM