Das Evaluationsprojekt aufsetzen

Sind die grundlegenden Fragen geklärt, kann mit der Planung der Evaluation begonnen werden.

Strukturen, Verantwortlichkeiten und Ressourcen

Wie in jedem Projekt braucht es dazu klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. Rollen und Aufgaben müssen vergeben werden. Insbesondere ist zu klären, welche Rollen die Schulleitung, der/die Schulkoordinator/in, das Qualitäts- bzw. Evaluationsteam sowie die anderen Lehrkräfte an der Schule spielen. Auch die Ressourcenfrage, v.a. die Zeitressourcen der aktiv Beteiligten, muss geklärt werden:

·         Wie wird das Evaluationsteam zusammengestellt? Wer ist aktiv beteiligt?

·         Wer trifft welche Entscheidungen?

·         Wer übernimmt welche Aufgaben?

·         Wie viel Zeit und Energie können wir investieren?

·         Welche anderen Ressourcen gibt es?

·         Wer hat die Datenhoheit? Wie wird berichtet? An wen?

Die zeitliche Schiene muss festgesetzt werden, dabei sind zeitliche Anforderungen, die Verankerung im Schuljahr, Zeitressourcen und Durchlaufzeiten zu berücksichtigen:

·         In welchem Zeitraum soll die Evaluation stattfinden? Wann haben wir (am ehesten) freie Zeitressourcen, um die Evaluation zu bewältigen? Was ist sonst noch alles los?

·         Sind wir durch extern organisierte Erhebungen – z.B. im Rahmen von SQA online oder der Bildungsstandardserhebungen – gebunden?

·         Gibt es einen Zeitpunkt, zu dem die Evaluationsergebnisse vorliegen sollen und der für uns daher einen Endtermin darstellt?

·         Welche Schritte müssen wann gesetzt werden, damit wir das Evaluationsprojekt rechtzeitig und wie geplant abschließen können?

Versuchen Sie insgesamt die Evaluation möglichst gut in den Schul-/Unterrichtsalltag zu integrieren.

Projekt- und Zeitplan für die Evaluation

Es braucht auch für eine Evaluation einen genauen Projekt- und Zeitplan, in dem Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Termine festgehalten werden. Am besten wird die Projektplanung in einer gemeinsamen Besprechung/einem Workshop des verantwortlichen Teams vorgenommen, konkrete Details können im Anschluss von Einzelpersonen weiter ausgearbeitet werden.

Berücksichtigen Sie bei der Planung nicht nur die Datenerhebung, sondern auch das Umfeld: also wann wer informiert werden soll und dass zu bestimmten Zeiten eventuell auch ein breiterer Personenkreis direkt involviert wird.

Setzen Sie sich Zwischen-/Etappenziele, um zwischenzeitlich überprüfen zu können, ob Sie noch auf dem richtigen Weg sind, um gegebenenfalls auch nachjustieren zu können.

Bleiben Sie realistisch: Die Datenerhebung beispielsweise kann eine längere Zeitspanne in Anspruch nehmen, wenn z.B. nur bestimmte Tage oder Stunden dafür in Frage kommen. Da kann sich die Sache auch über einige Wochen hinziehen. Zusätzliche Zeit ist für die Auswertung zu veranschlagen, hier sind neben der direkten Bearbeitungszeit auch Durchlaufzeiten zu berücksichtigen. Ziehen Sie Ihr Projekt aber auch nicht zu sehr in die Länge – es geht Ihnen sonst vielleicht zwischendurch der Atem aus!

 


Last modified: Thursday, 18 February 2016, 1:27 PM