Einflussfaktoren

Die „Landkarte Schulqualität“ zeigt einige wesentliche Einflüsse auf die Arbeit von Schulen auf, die sich auch auf die Qualität ihrer Ergebnisse auswirken können. Manche dieser Einflussquellen sind „weit weg“, gleichsam außerhalb der „Reichweite von Schulen“.

Beispielsweise können

  • bildungspolitische und rechtliche Vorgaben,
  • die gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung oder
  • die Struktur und Effektivität der Lehrerausbildung

von der Einzelschule kaum kurzfristig beeinflusst werden.

Dennoch können auch derart weit entfernte Einflussfaktoren Potentiale für die Einzelschule bieten:

Beispielsweise kann eine Schule, wenn ihr Standort es erlaubt, durch Engagement in den schulpraktischen Phasen der Lehrerbildung Kontakte zu künftigen Lehrpersonen knüpfen und jene, die Kompetenzen für ihr Schulprofil mitbringen, für die Arbeit am Standort interessieren.

Mit anderen Einflussfaktoren steht die Schule in Kontakt (oder kann mit ihnen Kontakt aufnehmen); sie kann dadurch z.T. mitgestalten, ob diese förderliche, hinderliche oder neutrale Bedingungen für die schulische Arbeit bereitstellen, z.B.:

  • Während bei der Auswahl der Mitarbeiter/innen meist wenig Spielraum besteht, können ihre Qualifikationen ihre Bereitschaft, sich an der Schule zu engagieren, durch kollegiale Kooperation, ein entsprechendes Arbeitsklima und Fortbildungskonzepte der Schule gepflegt werden.
  •  In Schulen in kleineren Gemeinden, aber auch im städtischen Bereich, kann die Pflege der Beziehungenzur Gemeinde, zum Bezirk und zum örtlichen Umfeld zu günstigeren Bedingungen bei Sachressourcenund/oder zu längerfristigen Kooperationen und Partnerschaften zwischen Schule und Institutionen,z.B. im Kunst- und Kulturbereich führen.
  • Kompetenzen, Erfahrungen und Lernbedingungen der Schüler/innen, die durch das familiäre Umfeld vorgeprägt sind, bilden eine wesentliche Voraussetzung für die schulische Arbeit. Durch Kontakte und Beteiligung von Eltern/Erziehungsberechtigten können vielleicht manche Ressourcen entdeckt werden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.
  • Kontakte zu und Abstimmung mit Zubringer- und Abnehmerschulen können den Bildungsweg der Schüler/innen sehr erleichtern und werden üblicherweise vom Umfeld als Ausdruck von gutem Management und Professionalität honoriert. Schulen gleichen Typs am Standort müssen nicht immer als Konkurrenz wahrgenommen werden; Koordination und gemeinsame Angebote können in manchen Fällen beiden Standorten nützen.

Bei der Planung weiterer Schritte der Unterrichts- und Schulentwicklung können Sie anhand der „Landkarte“ folgende Fragen besprechen:

  • Welche dieser Einflussquellen sind für unsere Schule besonders bedeutsam?
  • Mit welchen dieser Einflussquellen könnte der Kontakt aufgenommen/intensiviert/anders gestaltet werden, um dadurch günstigere Bedingungen für die schulische Arbeit zu erhalten?
  • Gibt es schulspezifische Einflussfaktoren, die für die weitere Entwicklung Ihrer Schule besondere Bedeutung haben?
  • Welche kritischen Momente, welche Potentiale liegen für Ihre Schule in diesem Einflussfaktor?
Last modified: Tuesday, 30 October 2012, 12:31 PM