SQA-Glossar


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I

Indikator

Ein Indikator ist eine Einzelvariable (d. h. veränderliche Größe), die den Zustand, die Beschaffenheit oder Qualität eines komplexen Merkmals anzeigt (z.B. Monatseinkommen als Indikator für soziale Schichtzugehörigkeit). In SQA gibt er an, woran man erkennen wird, dass ein Ziel erreicht wurde. Idealerweise besteht er aus einer Maßzahl, deren Berechnung klar definiert ist. Da es im Bildungswesen jedoch viele wichtige Bereiche gibt, die (mit zumutbarem Aufwand) nicht oder nur schwer zu messen sind, wird der Begriff in SQA weiter gefasst. Er bezeichnet Zustände, Ereignisse, Prozesse oder Ergebnisse, die (nach Übereinkunft der Beteiligten) anzeigen, ob einem bestimmten Qualitätskriterium entsprochen wird oder nicht. (Beispiel: Eines der Qualitätskriterien "guter Schule" ist der Einsatz adäquater Unterrichtsmethoden. Woran erkennen wir, dass dies bei uns der Fall ist? Ein möglicher Indikator: Unterrichtsbeobachtungen zeigen, dass in allen Klassen wöchentlich mehrere verschiedene Unterrichtsmethoden zum Einsatz kommen und die betreffenden Lehrkräfte auch begründen können, warum sie die jeweiligen Methoden einsetzen.)


Individualfeedback

Individualfeedback meint Feedback von einer oder mehreren Personen an eine Einzelperson (z. B. Rückmeldungen einer Klasse an eine Lehrperson).

Individualisierung

Das Lernen und Lehren individualisieren meint, Lernprozesse so zu gestalten, dass Kinder und Jugendliche individuell und in der Lerngruppe ausreichend Gelegenheit finden, sich selbst aktiv, ihrer individuellen Persönlichkeit und ihren Lernvoraussetzungen entsprechend, zu entfalten. In der Praxis bedeutet dies einerseits, den Schüler/innen möglichst anregende, vielfältige, auch nach Anspruchs­niveau differenzierte Lernumgebungen zu bieten, und andererseits, im Rahmen des Machbaren auf die Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler einzugehen. Beobachtung und diagnostische Methoden bilden dabei die Grundlage für gezielte Unterstützungs- und Fördermaßnahmen bzw. für herausfordernde Lernanlässe, die es Schüler/inne/n ermöglichen, ihre Leistungsfähigkeit optimal zu entwickeln und Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Es wäre daher ein Missver­ständnis, individuelle Lernpläne für jedes einzelne Kind erstellen zu wollen, würde es doch bedeuten, den Schüler/inne/n das eigene Lernen erst recht aus der Hand zu nehmen. Es hieße, für sie zu denken, statt ihnen zu ermöglichen, sich die Dinge selbst anzueignen, kompetent zu werden. Die Interpretation des Individualisierungsbegriffs bei SQA rückt diesen ganz in die Nähe des besonders im angelsächsischen Raum verbreiteten Begriffs "personalisation" (Personalisierung).


Input

Input meint alles, was in einem System an Voraussetzungen besteht/zur Verfügung gestellt wird, damit bestimmte Prozesse ablaufen bzw. Produkte, Leistungen, Ergebnisse erreicht werden können. Im Schulsystem sind z.B. - je nach Bezugsebene - Schulgesetze, Budgetmittel, Lehrpläne, Qualifikationen von Lehrkräften oder auch die zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen vor Ort wichtige Inputfaktoren.

Interne Evaluation

Siehe auch Evaluation. – Interne Evaluation wird in Praxis und Fachliteratur de facto mit dem Begriff Selbstevaluation gleichgesetzt.

Ist-Analyse

Der Begriff Ist-Analyse wird in SQA meist als Synonym für Bestandsaufnahme verwendet. Die Ist-Analyse kann sich grundsätzlich aller Formen von Evaluation bedienen; sie bildet die Basis für einen Ist-Soll-Vergleich.

Ist-Stand


Item

Items sind Einzelelemente (Fragen oder Aussagen) in einem Fragebogen oder Test.