SQA-Glossar


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L

Lernen

Der Begriff Lernen wird bei SQA sehr umfassend verstanden: Mit Lernen sind der fachliche und fachübergreifende Kompetenzerwerb durch Schüler/innen, sowie die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, ihres Sozialverhaltens und ihrer Sprachkompetenz gemeint. Siehe auch BMBWF- Leittext Über das Lernen.


Lernende Organisation

Eine lernende Organisation ist „eine Organisation, die kontinuierlich die Fähigkeit ausweitet, ihre eigene Zukunft schöpferisch zu gestalten“. Dafür sind fünf „Disziplinen“ von wesentlicher Bedeutung: Systemdenken – Personal Mastery (Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung) – Mentale Modelle (kritische Betrachtung der eigenen „inneren Bilder von der Welt“) – Gemeinsame Vision – Team-Lernen (nach: Peter Senge: Die fünfte Disziplin. Klett-Cotta: Stuttgart 1999, 7. Aufl.).

M

Methode

Methode meint planmäßiges Vorgehen zur Erlangung oder Begründung von Wissen und Können. In SQA kann sich der Begriff Methode auf Unterrichtsmethoden beziehen, aber auch auf Evaluationsmethoden oder Qualitätsentwicklungsmethoden.

N

Nationaler Qualitätsrahmen

Mit der Novellierung des §18 Bundes-Schulaufsichtsgesetz vom 20. Mai 2011 wurde die Einrichtung eines Qualitätsmanagement-Systems für das österreichische Schulwesen beschlossen, in dem ein Nationaler Qualitätsrahmen vorzusehen ist. Er enthält…

  • eine Definition und Beschreibung von Schulqualität,
  • die Verpflichtung zu einem periodischen (schulartenspezifisch ein- bis dreijährigen) Planungs- und Berichtswesen auf allen Ebenen der Schulverwaltung und der Schulen,
  • die Verpflichtung zu periodischen Zielvereinbarungen auf allen Ebenen der Schulverwaltung und der Schulen über bundesweite Ziele und deren Konkretisierung,
  • die Verpflichtung zur Bereitstellung von Instrumenten für die Steuerung und (Selbst-) Evaluierung anhand der für die Schulqualität maßgeblichen Faktoren sowie von Unterstützungsangeboten für die Schulen.

    Der Nationale Qualitätsrahmen bildet das gemeinsame Dach für die beiden Qualitätsinitiativen SQA und QIBB.

O

Organisationsentwicklung (OE)

Organisationsentwicklung zielt auf die kontinuierliche systemische Weiterentwicklung der Strukturen und Abläufe, der Kommunikations- und Verhaltensmuster sowie der Werte und Normen in Organisationen mit dem Ziel, deren Leistungsfähigkeit und Problemlösekapazität unter sich ständig verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Besonders in sozialen Organisationen, aber nicht nur dort, gilt der Grundsatz, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit von Veränderungsmaßnahmen am größten ist, wenn die Ziele und Aufgaben der Organisation mit den Vorstellungen und Wünschen möglichst vieler Mitarbeiter/innen und Betroffenen in Einklang gebracht werden können.

Output

Output meint unmittelbare Produkte, Leistungen, Ergebnisse von Maßnahmen/Prozessen. Im Schulsystem werden darunter meist und in erster Linie die Leistungen der Schüler/innen als Ergebnis von Unterricht (und Erziehung) verstanden. Besonders im angelsächsischen Raum ist in diesem Zusammenhang von „School Effectiveness“ die Rede.

P

Pädagogische Diagnostik

Pädagogische Diagnostik gehört zum Kern professioneller Arbeit von Lehrer/inne/n: Sie begründet jedes auf die einzelne Schülerin/den einzelnen Schüler fokussierte pädagogische Handeln und richtet ihren Blick nicht nur auf Schwächen, sondern vor allem auch auf die Potenziale und Stärken jeder/s einzelnen Lernenden. Pädagogische Diagnostik setzt die Fähigkeit voraus, Lernprozesse „mit den Augen der Schüler/innen“ zu sehen. Mit ihrer Hilfe können Lehrer/innen Lernvoraussetzungen, Lernprozesse und Lernergebnisse von Lernenden erschließen, analysieren und daraus Maßnahmen ableiten. Lehrer/innen mit professioneller diagnostischer Kompetenz kombinieren je nach Situation und Intention informelle, semiformelle und formelle Formen pädagogischer Diagnostik. – Siehe auch Pädagogische Diagnostik im Bereich Lernen und Lehren.


Peer Review

Peer Review stellt eine externe Evaluation auf Schulebene dar. Sie wird durch Kolleg/innen (Peers) aus anderen Schulen durchgeführt, die sich auf der Basis der internen Evaluation der Schule in einem Vor-Ort-Besuch ein eigenes Bild machen und der Schule eine Rückmeldung auf Augenhöhe geben. Peer Review ist formativ und dient der Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung, sie wird von der evaluierten Schule „in Auftrag gegeben“. Sie eignet sich nicht als Ersatz für Inspektionen oder ähnlich gelagerte summative Evaluationen. Praktiziert wird Peer Review auf Schulebene vor allem in einigen berufsbildenden Schulen in Österreich. Mehr zu peer-review siehe hier



Peer-Evaluation

Peer-Evaluation meint jede Form der Evaluation durch Kolleg/innen, die als „kritische Freund/innen“ fungieren. Sie erfolgt „auf gleicher Augenhöhe“, ist für gewöhnlich formativ, d.h. entwicklungsorientiert, und wird oft wechselseitig durchgeführt. Eine bekannte Form der Peer-Evaluation sind kollegiale Unterrichtsbesuche.



Personalentwicklung (PE)

Personalentwicklung umfasst alle Maßnahmen, die in einer Organisation zur Bildung, Qualifizierung und Förderung von Führungskräften und Mitarbeiter/inne/n gesetzt werden. Sie zielt also gleichermaßen auf die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit wie auf ihre berufliche Entwicklung. Organisationsentwicklung bleibt ohne gleichzeitige Personalentwicklung wirkungslos.


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