SQA-Glossar


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B

Bestandsaufnahme

Die Bestandaufnahme ist eine eher unspezifische, grobmaschige Form von Evaluation, die dazu dient, sich einen Überblick über den Ist-Stand in verschiedenen Qualitätsbereichen zu verschaffen. Sie eignet sich besonders zur (ersten) Orientierung: In welchen Bereichen bzw. wo in einem größeren Bereich gibt es auffällige Ergebnisse, die möglicherweise auf besondere Stärken/Schwächen hinweisen? Eine Bestandsaufnahme kann in der Folge vertiefende Untersuchungen nach sich ziehen.  Auf Schulebene kann sich die Bestandsaufnahme auf einzelne Personen, Gruppen, Teams, Klassen, Jahrgänge, Abteilungen oder die ganze Schule beziehen. Sie soll nach Möglichkeit multiperspektivisch angelegt sein (d.h. also auch eine Außensicht einbeziehen).

Beteiligte und Betroffene

Beteiligte und Betroffene (bzw. Neudeutsch „Stakeholder“) sind Personen, Gruppen oder auch Organisationen, die in der Schule und für die Schule eine wichtige Rolle spielen, wobei die Betroffenen (meist) eine eher passive Rolle spielen, Beteiligte Schule und Unterricht aktiv mitgestalten. Sie sind daher auch in Evaluation und Qualitätsentwicklung gut einzubeziehen, sei es, dass sie wichtige Perspektiven einbringen, sei es, dass sie schulische Evaluation und Qualitätsentwicklung mittragen sollen. Sie sind gegebenenfalls im Vorfeld im Rahmen einer Umfeldanalyse zu eruieren. Wichtige Beteiligte und Betroffene sind z.B. die Schulleitung; die SQA-Schulkoordinator/innen und Qualitätsteams; die Lehrkräfte; die Schüler/innen; andere Personengruppen, die an der Schule arbeiten bzw. diese fallweise unterstützen; die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, externe Kooperationspartner/innen etc.


Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG)

Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG) sind ein zentrales Element von SQA. Sie erfolgen periodisch zwischen zwei, manchmal auch mehreren Führungspersonen benachbarter Ebenen im Schulsystem (z.B. APS: Schulleiter/in – PSI). Basis der Gespräche sind die Entwicklungspläne sowie ggf. weitere relevante Unterlagen. BZG sind ein wichtiges Führungsinstrument im Sinne von Dialogischer Führung und Vereinbarungskultur. Die Verbindlichkeit des BZG wird, nötigenfalls nach einer Konsultationsschleife (z. B. Schulleiter/in – Lehrer/innen der Schule), durch Unterzeichnung der schriftlich festgehaltenen Vereinbarungen hergestellt.

Bildungsstandards

Bildungsstandards sind ein wichtiges Instrument der Qualitätsentwicklung und -sicherung im Rahmen von SQA. Sie stellen die Ergebnisse schulischen Lernens bei den Schüler/innen in den Mittelpunkt, damit soll im österreichischen Schulsystem ein Paradigmenwechsel hin zu einer Ergebnisorientierung eingeleitet werden. Die Überprüfung der Bildungsstandards stellt in periodischen Abständen objektiv fest, welche Kompetenzen jede/r einzelne Schüler/in bis zur 4. bzw. 8. Schulstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie Englisch (nur 8. Schulstufe) erworben hat und vergleicht sie mit den angestrebten Standards. Die Ergebnisse der Standardsüberprüfung erhalten Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleiter/innen und Schulaufsicht.


Brainstorming

Brainstorming ist eine Technik der Ideensammlung für Einzelpersonen oder Gruppen, bei der innerhalb eines festgelegten Zeitraums der freie Gedanken- bzw. Assoziationsfluss durch keinerlei Bewertungen, Einschätzungen oder Einwände beeinflusst werden darf ("Jede Idee ist erlaubt und willkommen"). Die Ideen werden meist visualisiert (z.B. auf Kärtchen notiert und an eine Pinwand geheftet); sie können in einem nächsten Schritt "geclustert" werden (s. Cluster), um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.

Bundes-EP ABS

Siehe Entwicklungsplan Ebene Bund (ABS).

Bundes-EP APS und AHS

C

Cluster

Als Cluster wird eine Gruppe von Begriffen bezeichnet, die in einem Sinnzusammenhang stehen. Cluster werden im Zuge von Moderationen oft als Folgeschritt nach einem Brainstorming gebildet, um einer zunächst ungeordneten Ideensammlung eine erste Struktur zu verleihen.

D

Daten

Mit Daten sind in SQA die verschiedenen empirischen Informationen gemeint, auf die sich Evaluation und Qualitätsentwicklung an Schulen stützen. Dazu gehören neben Statistiken und Ergebnissen von quantitativen Erhebungen (wie z.B. dem Online-Individualfeedback oder anderen Fragebogenerhebungen), auch qualitative Daten, wie sie bei Interviews, moderierten Gruppendiskussionen, bei gezielten Beobachtungen oder als Ergebnis von kreativen Methoden entstehen. Auch vorhandene Dokumente (Entwicklungspläne, Protokolle, Aufzeichnungen, Berichte etc.) können im Rahmen einer Dokumentenanalyse zu Daten werden.


Dialogische Führung

Dialogische Führung nimmt die Individualität des einzelnen Menschen als Potenzial wahr, ohne sich selbst und seine eigene Verantwortung hintan zu stellen. Sie ist eine Kommunikationsform in konkreten Führungssituationen, in der sich die Beteiligten gegenseitig helfen, eigene Einsichten und Initiativen in Veränderungsprozessen zu entwickeln. Ziel ist es, innerhalb eines vorgegebenen Grobrahmens zu einer von beiden Seiten akzeptierten Vereinbarung zu kommen. Dialogische Führungsgespräche sind von einem Klima grundsätzlicher Wertschätzung für Persönlichkeit und Expertise des Gesprächspartners/der Gesprächspartnerin geprägt. Das jeweilige Gegenüber mit all seinen Zugängen und Haltungen ernst zu nehmen und gleichzeitig im Sinne einer systemischen Haltung sich selbst als Führungskraft ernst zu nehmen und zu wissen, wo das eigene Wollen, das eigene Können und jenes der eigenen Organisation liegen, ermöglicht eine „symmetrische“ Begegnung/einen „symmetrischen“ Dialog. – Siehe auch BMBF-Leittext Dialogische Führung.


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