Themen dieses Kurses

  • Allgemeines

    Die Akteurinnen und Akteure der Weiterentwicklung der Schulen im Sinne von SQA und QIBB sind selbstverständlich die Lehrerinnen und Lehrer, die gemeinsam mit ihrer Schulleitung und den Schulpartner/innen Ziele vereinbaren, Maßnahmen planen und an deren Umsetzung arbeiten.

    EBIS-Berater/innen können bei der Prozessplanung und -durchführung unterstützen. Sie arbeiten mit Arbeits- oder Steuergruppen, Lehrer/innenteams oder ganzen Kollegien – immer unter Einbeziehung der Schulleitung. Sie greifen deren Ideen und Vorschläge auf, stellen – auch unbequeme! – Fragen und unterstützen bei der Strukturierung und Durchführung der Vorhaben.

    Die Arbeit von EBIS-Berater/innen kann z. B. in der Moderation von pädagogischen Konferenzen, in der Bildung und Begleitung von Lehrer/innenteams, in der Unterstützung von fachbezogener Unterrichtsentwicklung, oder in der Unterstützung von Evaluationsvorhaben und deren Auswertung bestehen.

    Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung greifen bei der Arbeit von EBIS-Berater/innen ineinander, wobei der Fokus allen beraterischen Handelns immer die Weiterentwicklung des Lernens und Lehrens ist.

    Wie kann man sich konkret die Beratungsarbeit vorstellen?

    Fallbeispiel 1:

    Eine Volksschule in ländlichem Gebiet ist zwar nicht von der Schließung bedroht, sieht sich aber mit rückläufigen Schüler/innen-Zahlen konfrontiert. Das Kollegium möchte mit Hilfe eines/einer EBIS-Berater/in und gemeinsam mit Vertreter/inne/n der Gemeinde Szenarien für eine Attraktivierung des Schulstandorts entwickeln.

    Fallbeispiel 2:

    Die Lehrer/innen der 3. Schulstufe einer Sekundarstufe I haben sich vorgenommen, ihren Unterricht zu evaluieren. Dazu möchten sie regelmäßig Feedback der Schüler/innen einholen und in bestimmten Abständen kollegiale Hospitationen durchführen.

    Ein/e EBIS-Berater/in unterstützt sie bei der Teambildung, erarbeitet mit dem Lehrer/innen-Team Methoden des Schüler/innen-Feedbacks und entwickelt gemeinsam mit den Kolleg/inn/en methodische und organisatorische Grundlagen für Unterrichtshospitationen.

    Fallbeispiel 3:

    Eine AHS-Oberstufe möchte zur Stärkung der Selbsttätigkeit der Schüler/innen das schulautonome Fach „Projektmanagement (PM)“ einführen. Die Schule hat bereits viele Jahre Erfahrung mit Projektunterricht, seit zwei Jahren gibt es das Fach PM als Freigegenstand an der Schule.

    Ein/e EBIS-Berater/in bereitet in Form von Wissensmanagement gemeinsam mit einer Gruppe von Kolleg/inn/en die bereits vorhandenen Erfahrungen auf, erstellt gemeinsam mit Kollegium und Schulleitung einen Fortbildungsplan und erste Schritte in Richtung Implementierung es neuen Fachs.

    Fallbeispiel 4:

    In den ersten Klassen einer berufsbildenden Schule werden im Unterricht seit vier Jahren individuelle Förderprogramme umgesetzt. Nun liegen dazu Evaluationsergebnisse vor (Selbstevaluation – QIBB-Plattform: Fragebögen Individualisierung; Peer Review in QIBB: Endbericht der Peers). Schulleiter/in, SQPM und Q-Team wollen an der Schule einen Follow-up-Prozess starten, um die Arbeit mit den Förderprogrammen weiterzuentwickeln.

    Ein/e EBIS-Berater/in unterstützt sie bei der Planung des Prozesses und übernimmt Moderationsaufgaben, wenn im Kollegium die Evaluationsergebnisse diskutiert und konkrete Projektaufträge erarbeitet werden.

    Fallbeispiel 5:

    In der ersten Klasse einer AHS wird die Heterogenität der Schüler/innen im Deutschunterricht als große Herausforderung gesehen. Gemeinsam mit dem Klassenteam möchte die Deutsch-Lehrerin versuchen, einerseits allen Schüler/inne/n gute Lernchancen zu bieten, gleichzeitig aber die besonders zu unterstützen, die es brauchen.

    Ein/e EBIS-Berater/in für fachbezogene Unterrichtsentwicklung begleitet das Lehrer/innenteam bei der Planung von Unterrichtsmaßnahmen und Differenzierungsangeboten sowie bei deren Umsetzung.

    Fallbeispiel 6:

    Die Englisch-Lehrer/innen einer NMS sind – auch im Hinblick auf die Bildungsstandardstestungen – besorgt über die geringe Schreibkompetenz ihrer Schüler/innen. Sie möchten vor allem die leistungsschwächeren Schüler/innen mit ins Boot holen.

    Ein/e EBIS-Berater/in für fachbezogene Unterrichtsentwicklung unterstützt sie bei diesem Projekt und begleitet die Lehrer/innen beim Einsatz von Diagnosematerialien, bei der Erstellung und Verwendung von geeigneten Unterrichtsmaterialien und der Reflexion des Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler.