Themen dieses Kurses

  • Die Phase 4 „Review und Maßnahmen“ ist das Bindeglied zwischen den jährlichen Entwicklungszyklen. Leitfrage für diese Phase ist: Was nun?

    Sie macht deutlich, dass nach einer Umsetzungs- und Evaluationsphase (Zwischen)Bilanz gezogen werden muss, bevor man mit einem Projekt weitermacht oder sich neue Dinge vornimmt. Und sie steht auch für die aktive Umsetzung von Veränderungsimpulsen aus der vorangegangen Evaluationsphase.

    Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

    Direkt Maßnahmen setzen

    1) So kann sich aus der Evaluation oft direkt ein Handlungsbedarf ergeben, dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man formativ vorgeht, das eigene Vorgehen also noch anpassen und verbessern will. Dies kann man direkt an die Evaluationsphase anschließen – wozu auch auf das nächste Schuljahr warten?

    2) Wenn sich das Entwicklungsvorhaben so gut bewährt hat, dass es Sinn macht, es weiterzuführen und sozusagen „auf Dauer“ zu setzen, dann kann man auch dies gleich beschließen (summative Entscheidung). Es verliert dann sozusagen seinen „Projektstatus“ und wird zum „Standard“ bzw. zur gängigen Praxis.

    3) Wenn eine Erprobung eines neuen Vorgehens in kleinerem Umfang („Pilotprojekt“) stattgefunden hat, sieht man oft relativ rasch, ob es noch weitere Probeläufe braucht (formativ) oder ob man das Projekt auch auf andere Teams, Fächer, Aktivitäten etc. ausdehnen möchte (summativ). Auch darüber kann man sich im Anschluss an die Evaluation gleich Gedanken machen und eventuell erste Aktivitäten setzen.

    Wichtig ist in allen Fällen, dass es eine bewusste, möglichst datenbasierte Entscheidung gibt, bestimmte Maßnahmen zu setzen. Auch eine kreative Phase zur Entwicklung von Handlungsalternativen (Fall 1) oder der Planung einer etwaigen Einführung in der ganzen Schule (Fälle 2 und 3) kann dem noch vorausgehen.

    Einen Vorschlag für die Gestaltung eines pädagogischen Tages mit den Schulpartner/innen zur Erarbeitung von (neuen) Zielen finden Sie hier!

    Anregungen für ein Vorgehen zur Abstimmung von Maßnahmenvorschlägen im Kollegium finden Sie hier!

    In den nächsten Entwicklungszyklus einsteigen

    4) Selbstverständlich kann man auch beschließen, die Evaluationsergebnisse direkt in den nächsten Zyklus mitzunehmen. Das ist immer möglich, wichtig ist ja nur, dass sich der Qualitätskreis „schließt“ und die Dinge nicht im Sand verlaufen.

    • Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn im (Schul)Jahresablauf nicht mehr viel Zeit vor Beginn der nächsten Phase bleibt, man also bereits am Entwicklungsplan für das nächste Jahr arbeitet. Da ist es das sinnvollste, die Phase 4 gleich mit der Phase 1 des nächsten Jahreszyklus zu kombinieren.
    • Gerade bei summativen Entscheidungen (Sollen wir ein Projekt weiterverfolgen, breit einführen oder aufgeben?) braucht es oft eine fundierte Diskussion und daran anschließend Zeit für eine etwaige Planung und Umsetzung – das nimmt man dann am besten mit in den Entwicklungsplan des nächsten Jahres.
    • Das gleiche gilt für größer angelegte Folgeprojekte, deren Umsetzung länger dauert, oder auch für das Hinterfragen der ursprünglichen Ziele und Planungen. Auch dies sollte man in einem breiteren, eigenständigen Prozess angehen.

    (Mehr dazu siehe Phase 1)