Themen dieses Kurses

  • Der Umsetzungsphase wird oft nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt: Hat man in Phase 1 einen guten Schul-Entwicklungsplan erarbeitet, dann muss man diesem Plan ja nur folgen. Mehr ist in Phase 2 nicht zu tun ... Oder?

    Grundsätzlich tut man sich in der Umsetzung natürlich leicht(er), wenn ein fundierter Entwicklungsplan vorhanden ist. Allerdings kommen nun die „Mühen der Ebene“ – da braucht es Durchhaltevermögen, eine laufende aktive Gestaltung des Vorgehens und immer wieder Abstimmung zwischen den Beteiligten (v.a. wenn eine größere Anzahl von Personen mitarbeitet – was ja im Sinne von SQA ist). Auch Planungsaktivitäten können in dieser Phase (wieder) notwendig werden. Schließlich macht man sich oft erst im Tun wirklich Gedanken, wie man nun tatsächlich vorgehen möchte – es braucht also Verfahren, Methoden und Instrumente für die Umsetzung. All dies wird im folgenden Kapitel behandelt.

    Strukturiert sind die Aktivitäten nach den drei Dimensionen der Schulentwicklung:

    • Wie der Unterricht weiterentwickelt wird (UE)
    • Wie Lehrkräfte zusammenarbeiten und unterstützt werden (PE)
    • Was auf Ebene der Schule für die Umsetzung des Entwicklungsplans zu tun ist (OE)

    sowie

    • Was sonst noch wichtig ist (übergreifende Themen).

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass die dargestellten Empfehlungen und Vorschläge sich – im Sinne einer integrierten Schulentwicklung – oft auf mehrere Dimensionen beziehen und diese auch nicht von einander getrennt gedacht werden können.

    Die Umsetzung des Schul-Entwicklungsplans gestalten

    Ein guter, gemeinsamer Start und einer soliden Planung sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Zusätzlich braucht es während der Arbeitsphasen immer wieder einmal (und nicht erst am Ende) einen kritischen Blick auf den Projektfortschritt (Soll-Ist-Vergleich) zu den „Meilensteinen“ sowie, wenn nötig, eine Kurskorrektur bzw. Anpassung des Projektvorhabens. Dementsprechend können auch weitere Planungsschritte während der Umsetzung notwendig werden, sei es als rollierende Planung, wenn zu Beginn noch nicht alle Arbeitsschritte im Detail definiert werden können, sei es als Nachjustierung des Projektplan. Bewährt hat sich auch ein Kontakthalten mit den wichtigsten Stakeholdern – je nach Projekt und Informationsbedarf der Betroffenen und Beteiligten. Nicht zuletzt muss oft bereits während der Implementierung die Datenerhebung für die Evaluation erfolgen – weil es so ressourcenschonender ist oder auch weil manche Informationen nach Projektende gar nicht mehr erhoben werden können. Mehr dazu hier!

    Mehr zur Verschränkung von Umsetzung und Evaluation hier.

    Besser im Team

    Schulentwicklung ist vor allem Teamarbeit, wobei die Zusammenarbeit an der Schule zugleich Mittel und Zweck ist: Es braucht sie, damit sich an der Schule etwas bewegt, gleichzeitig ist eine bessere Kooperation auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Schule. Teamarbeit ist Herausforderung und Chance zugleich: Einerseits begünstigen die räumlichen und zeitlichen Strukturen sowie das traditionelle Selbstverständnis der Lehrpersonen nicht unbedingt die kollegiale Zusammenarbeit. Andererseits fördert sie die Professionalisierung und beugt der Isolierung der einzelnen Lehrkräfte vor. Schließlich ist erfolgreiche Schulentwicklung nur als gemeinsames Bemühen des Kollegiums denkbar. Voraussetzung für gelingende Teamarbeit sind v.a. die Motivation der Beteiligten, ein sich entwickelndes Vertrauen in eine positive Team- und Schulkultur sowie geeignete Rahmenbedingungen wie z.B. Zeitgefäße im Stundenplan und Räumlichkeiten für kooperative Aktivitäten). Teamarbeit ist in vielen Varianten möglich, so kann jede Schule, jedes Lehrer/innenteam die für sie geeignete(n) Kooperationsform(en) wählen. Wir stellen die wichtigsten von ihnen vor – und auch die Chancen, die sie für die Bewältigung des Schul- und Unterrichtsalltags sowie für die professionelle Weiterentwicklung der beteiligten Lehrpersonen bieten. Mehr dazu hier!

    Zu Teamarbeit und interner Kooperation und ihrer Bedeutung für die Schulentwicklung allgemein s. auch Partizipation und Kooperation.

    Nachhaltige Personalentwicklung

    SQA fördert und fordert eine gemeinsam abgestimmte Planung von Personalentwicklung und Fortbildung – sowohl als direkte Unterstützung für den jeweils aktuellen Entwicklungsplan als auch für die Schule insgesamt. Dazu gehören „klassische“ Fortbildungen ebenso wie SCHILFs, SCHÜLFs oder stärker individualisierte Angebote (Beratung, Coaching,  Intervision/Supervision). Zusätzlich können Formate der kollegialen Teamarbeit etabliert werden.

    Auch in punkto Personalentwicklung ist natürlich eine gute Planung schon die halbe Miete. Insbesondere ist es wichtig, den Transfer – also die Anwendung des Gelernten in der Praxis – von Anfang an mitzubedenken. Wir unterscheiden hier 4 „Entwicklungsstufen“ der Personalentwicklung an einer Schule: von der individuellen Planung des Transfers („Entwicklungsstufe 1“) über die Vergemeinschaftung und Weitergabe von Lernerfahrungen im Kollegium („Entwicklungsstufe 2“), über abgestimmte und gemeinsam besuchte Maßnahmen der Personalentwicklung („Entwicklungsstufe 3“) bis zu einer Ausrichtung auf längerfristige Begleitung und Beratung ganzer Teams vor Ort („Entwicklungsstufe 4“). Mehr dazu hier!

    Unterricht im Fokus

    Die Unterrichtsentwicklung steht im Zentrum von SQA. Sie ist, da sie gemeinsam verantwortet und umgesetzt wird, sinnvoller Weise nicht von Aspekten der Organisationsentwicklung, der Kooperation und der Arbeit im Team zu trennen. Exemplarisch werden als besonders wirksame Methoden und Vorgehensweisen die Lesson Study („Unterrichtsforschung“) sowie das Teamteaching kurz beschrieben. Mehr dazu hier!

    Viele Anregungen zur Unterrichtsentwicklung finden sich auch im Bereich „Arbeiten mit Daten der Bildungsstandardsüberprüfungen".

    Was sonst noch wichtig ist

    Der breite Einsatz von gängigen Methoden, die die Zusammenarbeit strukturieren und erleichtern, hat sich auch in der Schulentwicklung bewährt. Es sind dies die Methoden der Moderation, des Konfliktmanagement sowie der Teamentwicklung, die je nach Bedarf und Situation zum Einsatz kommen. Dazu gibt es ein paar grundlegende Hinweise und Tipps sowie Links zu Tools und Verfahrensvorschlägen in SQA, in denen insbesondere die Moderationsmethoden exemplarisch vorgestellt werden. Mehr dazu hier