Themen dieses Kurses

  • Warum ist Schulentwicklung so wichtig?

    Gesellschaftliche Veränderungen und Ansprüche stellen mit steigender Geschwindigkeit neue Anforderungen an Schulen: Sie müssen mit heterogenen SchülerInnengruppen zurechtkommen und sind mit veränderten Ansprüchen an die Erziehungsarbeit konfrontiert. Befunde aus (internationalen) Untersuchungen zu Lernergebnissen erzeugen Veränderungsdruck. Schulen reagieren aber nicht nur auf externe Einflüsse, sondern nutzen ihre Gestaltungsspielräume proaktiv. Einzelne Lehrpersonen wären mit der Gesamtheit der Ansprüche überfordert; daher braucht es gemeinsame, koordinierte und verbindliche Schulentwicklung. Mehr dazu hier!

    Was ist Schulentwicklung?

    Schulentwicklung ist ein Sammelbegriff für alle gezielten und systematischen Bemühungen der Schulstandorte, evidenzbasiert und unter Einbeziehung der „Stakeholder“ Schule positiv zu verändern. Sie umfasst die Dimensionen Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung sowie Organisationsentwicklung, die in einer integrierten Form berücksichtigt werden müssen. Die Grundlage für die Schulentwicklung bilden die sechs Qualitätsbereiche von SQA mit einem besonderen Fokus auf die Qualität der Lernerfahrungen und Lernergebnisse (Qualitätsbereich 1) sowie des Lernens und Lehrens (Qualitätsbereich 2). Im Zentrum steht dabei der Entwicklungsaspekt, d.h. Schule bzw. Unterricht positiv zu verändern. Mehr dazu hier!

    Welche Rolle spielt der Entwicklungsplan (EP)?

    Der Schul-Entwicklungsplan (SEP) ist der Kern- und Angelpunkt der Schulentwicklung. Seine verbindliche Struktur leitet an zu evidenzbasiertem, systematischem und zielorientiertem Vorgehen; zugleich dient er als Dokumentation. Entwicklungspläne sind also zugleich Planungsinstrumente und Belege für Qualitätsentwicklung/Qualitätssicherung im Sinne der Rechenschaftslegung in einem öffentlichen Schulwesen. Schulentwicklung mit EP basiert auf der Qualitätsspirale, die Entwicklungspläne stützen sich auf einjährige Zyklen, die dem Schuljahr folgen, und in denen Maßnahmen konkretisiert, Pläne umgesetzt sowie einer Evaluation unterzogen werden. Gleichzeitig nehmen sie eine Perspektive von mehreren Jahren in den Blick und verfolgen eine nachhaltige und kontinuierliche Entwicklung. Mehr dazu hier!

    Siehe auch: Entwicklungspläne in SQA, dort finden Sie auch Informationen zu den Entwicklungsplänen der anderen Ebenen, d.h. den Regional-, Landes- und Bundesentwicklungsplänen.

    Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG)

    Zur Erhöhung der Verbindlichkeit werden die Entwicklungsvorhaben der Schulen mit der Schulaufsicht rückgekoppelt. Dies erfolgt nach Erstellung des EPs in den Bilanz- und Zielvereinbarungsgesprächen (BZG), die zwischen Schulleitung und zuständiger Schulaufsicht stattfinden. Zweck und Ausgangspunkt dieser Gespräche sind eine Diskussion der Ziele, Maßnahmen und Indikatoren sowie darauf aufbauende Vereinbarungen zwischen Schule und Schulaufsicht, in denen Ziele, Rahmenbedingungen und Unterstützungsbedarf festgehalten werden. Dies kann u. U. eine Überarbeitung (eines Teils) des EP erforderlich machen. Auch die BZG folgen grundsätzlich einem Jahresrhythmus und finden, wenn möglich, zu Beginn des Schuljahrs statt.

    BZG finden auch zwischen den Führungsverantwortlichen der anderen Ebenen des Schulsystems statt (Region, Land, Bund). Mehr dazu hier.