Themen dieses Kurses

  • Allgemeines


    In diesem Kapitel geht es um die Frage, warum Feedback und Evaluation unerlässlicher Bestandteil schulischer Arbeit sind, welche Rolle sie in SQA spielen, sowie um die Erklärung, warum sie so und nicht anders gestaltet sind. Anschließend wird auf die einzelnen Anwendungsbereiche von Evaluation und Feedback und deren Spezifika eingegangen.

    Evaluation und Feedback stützen die schulische Arbeit durch empirische Erkenntnisse und sind daher ein wesentliches Merkmal von Professionalität. In SQA steht dabei der Entwicklungsgedanke im Vordergrund: Individualfeedback, Selbstevaluation, kollegiale Evaluation, Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche sowie gegebenenfalls auch externe Evaluation sind darauf ausgerichtet, die Qualität der eigenen Arbeit weiterzuentwickeln. Seriös eingesetzt, sind diese Methoden auch ein Beleg für die Qualitätssicherung. Mehr zur Rolle von Evaluation und Feedback in SQA hier.

    1. Qualitätsbereiche und Evaluation

    In SQA definieren die 6 Qualitätsbereiche die Landkarte „Schul- bzw. Unterrichtsqualität“. Sie geben einen Überblick über wichtige Einflussfaktoren von Schul- bzw. Unterrichtsqualität und dienen als Grundlage und Orientierung für deren Weiterentwicklung. Ins Zentrum stellt SQA das Lernen der Schüler/innen sowie das darauf bezogene Lehren; für die anderen Qualitätsbereiche bilden sie letztlich immer den Bezugspunkt. Nach dieser Logik sind auch die Entwicklungspläne aufgebaut  – und damit auch die schulische Evaluation. Mehr dazu hier

    2. Entwicklungsplan (EP) und Evaluation

    Evaluation spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklungspläne in SQA. Sie schafft als Bestandsaufnahme zu Beginn des Prozesses ein datenbasiertes Fundament für den Entwicklungsplan. In Folge hilft sie, als Prozessevaluation den Entwicklungsprozess zu begleiten und zu dokumentieren. Schließlich liefert die Evaluation verlässliche empirische Informationen, ob die Ziele des Entwicklungsplans erreicht wurden, wo es noch nachzubessern gilt bzw. in welche Richtung die nächsten Schritte gehen sollten. Inhaltlich stehen die Qualitätsbereiche, und hier besonders das Lernen und Lehren, im Mittelpunkt. Mehr dazu finden Sie hier.

    3. Pädagogische Diagnostik

    Pädagogische Diagnostik bedeutet, sich ein Bild davon zu machen, was und wie Schüler/innen lernen. Sie ist für die Qualitätsentwicklung des Unterrichts unerlässlich und stellt daher einen wichtigen Anwendungsbereich von Evaluation in SQA dar.  Sie nutzt dabei prinzipiell Evaluationsmethoden und -instrumente, die auch für andere Bereiche schulischer Evaluation angewandt werden. Es existiert zusätzlich eine Fülle von für die pädagogische Diagnostik entwickelten „formellen“ und „semiformellen“ Instrumenten. Gerade die semiformellen Instrumente sind einfach im Unterricht einzusetzen und stellen auch eine wertvolle Quelle für direkte Reaktionen und Rückmeldungen der Schüler/innen zum Unterricht dar. Mehr dazu finden Sie hier.

    Ausführliche Informationen und Anregungen zur pädagogischen Diagnostik in SQA finden Sie hier

    4. Individualfeedback als Evaluationsmethode

    Individualfeedback ist die wirksamste Evaluationsmethode: Es ermöglicht direkte und konkrete Rückmeldungen, die unmittelbar für die Entwicklung des Unterrichts genutzt werden können. Wenn nicht auf grundlegende Bedingungen und die Einhaltung von Feedbackregeln geachtet wird, kann Individualfeedback jedoch auch gehörig „schiefgehen“. Wie es hingegen gelingt, mehr dazu hier

    5. SQA online als wichtige Unterstützung für die Evaluation

    SQA online ist die wichtigste Plattform für Fragebogenerhebungen in SQA. Es handelt sich um auf wissenschaftlichen Grundlagen erstellte und erprobte Feedbackinstrumente, die einfach einzusetzen sind. In einigen Fällen gibt es zu den Ergebnissen auch Vergleichswerte. SQA online erspart so den einzelnen Schulen und Lehrer/innen die Erarbeitung eigener Fragebögen und hilft ihnen, die Ergebnisse besser einordnen zu können. Mehr dazu finden Sie hier

    6.  Leistungsmessungen bei Schüler/innen als Evaluationsdaten am Beispiel der Bildungsstandardsüberprüfungen

    Schüler/innen-Leistungsmessungen sind eine wichtige Quelle für die Evaluation. Daten werden intern von der Schule generiert in Form von Noten und Zeugnissen. Zusätzlich gibt es seit einigen Jahren auch extern durchgeführte Tests, wie z.B. die Bildungsstandardsüberprüfungen. Sie liefern für alle Ebenen des Schulsystems Rückmeldungen zum Kompetenzerwerb der Schüler/innen. Für Schulen stellen sie eine wertvolle externe Datenquelle für die Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung dar, deren Nutzung allerdings ein gewisses Know-how erfordert. Vorschläge dazu, wie man vorgehen kann, um die Ergebnisse für die Qualitätsentwicklung nutzbar zu machen, finden Sie hier.

    7.  Der Blick von außen externe Rückmeldungen einholen und nutzen

    Schließlich braucht es für die Qualitätsentwicklung auch die Außensicht so genannter „kritischer Freund/innen“. Auf der Ebene der Lehrpersonen kann dies z.B. durch Unterrichtsbesuche erfolgen: als (gegenseitige) kollegiale Hospitation zwischen Kolleg/innen oder auch als Unterrichtsbesuch durch die Schulleitung. Zum Thema „Unterricht erforschen durch kollegiale Unterrichtsbeobachtung“ finden Sie hier mehr.

    Auf Ebene der Schule können Rückmeldungen von außen auf verschiedenem Weg eingeholt werden: Es können schulexterne Stakeholder um ein Feedback gebeten oder auch direkt zur Mitarbeit im Evaluationsteam eingeladen werden. Eine besonders interessante und befruchtende Variante ist die Zusammenarbeit mit anderen Schulen, als gegenseitige Unterstützung bei der internen Evaluation oder als externe Evaluation im Rahmen eines Peer Reviews. Mehr zu externen Rückmeldungen finden Sie hier

    8. Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG) und Evaluation

    Schließlich spielen Evaluationsergebnisse auch für die Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG) in SQA eine wichtige Rolle. Auf der Ebene der Schule sind das die BZG zwischen Schule und Schulaufsicht. Evaluationsergebnisse zu den schulischen Entwicklungszielen und -maßnahmen sowie eine Reflexion der Schüler/innen-Leistungen dienen insbesondere im ersten Teil der Gespräche dazu, fundiert Bilanz zu ziehen und Einschätzungen und Bewertungen datengestützt zu begründen. Damit bilden sie eine wichtige Grundlage für neue Vereinbarungen und nächste Schritte.