Themen dieses Kurses

  • Allgemeines

    In der Phase 4 schließlich geht es darum, die Evaluationsergebnisse nutzbar zu machen. Mit ihr fügt sich die Evaluation in den Qualitätskreislauf ein. Erfolgreiche Evaluationen führen zu Schlussfolgerungen und weiteren Schritten in der Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung. Hinweise, wie Sie dabei am besten vorgehen, gibt dieses Kapitel.

    Den Kreis zu schließen beinhaltet auch eine kritische Rückschau, um für nächste Evaluationsvorhaben zu lernen. Denn schließlich kann eine Evaluation auch dazu führen, dass es Bedarf nach einer Folgeevaluation gibt: Auch darauf geht dieses Kapitel ein.

    Ergebnisse aktiv verbreiten

    Sind die Evaluationsergebnisse erst einmal zu Papier gebracht, ist ein wichtiger Schritt getan. Und wenn Betroffene und Beteiligte am Zustandekommen der Ergebnisse beteiligt waren, so ist auch der Informationsstand unter diesen Personen sehr gut. Was aber ist mit den anderen? Tatsächlich ist die Verbreitung von Evaluationsergebnissen erfahrungsgemäß kein „Selbstläufer“. Es braucht zusätzliche Informationsaktivitäten, um eine (intensive) Beschäftigung mit den Evaluationsergebnissen bei den Betroffenen und Beteiligten anzustoßen. Mehr dazu finden Sie hier.

    Ziele formulieren und Maßnahmen entwickeln

    Die Schule hat für den Entwicklungsplan eine Ist-Analyse durchgeführt oder bereits Maßnahmen durch Evaluation überprüft. Damit die Ergebnisse dieser mühevollen Arbeit auch wirklich umgesetzt werden und nicht bloß gute Vorsätze bleiben, ist es erforderlich, Konsequenzen für die künftige Arbeit an der Schule zu ziehen. Im Sinne von SQA ist diese Phase möglichst partizipativ zu gestalten – schließlich handelt es sich um die Vereinbarung von Zielen für die nächsten Jahre. Dabei ist in einem ersten Schritt zu klären, welche Entwicklungsfelder überhaupt angegangen werden sollen. Dann werden konkrete Ziele formuliert und Maßnahmen entwickelt. Mehr dazu finden Sie hier.

    Die Umsetzung von Vorhaben angehen

    Sind Ziele und Maßnahmen vereinbart, ist es wichtig, durch ein vom Kollegium gemeinsam erstelltes und verabschiedetes Arbeitsprogramm Verbindlichkeit herzustellen: Es wird die Umsetzung der Maßnahmen angegangen, mit klaren Aufträgen und namentlich Verantwortlichen. Dazu werden die Leitfragen aus dem Entwicklungsplan genutzt, der auch als zentrales Planungsdokument für diese Phase dient. Mehr dazu finden Sie hier.

    Meta-Evaluation – oder: was lernen wir daraus für unsere nächste Evaluation?

    Aus Evaluationen kann man doppelt lernen: für die evaluierten Qualitätsbereiche und Fragestellungen (darum geht es natürlich vorrangig), aber auch für die Durchführung von Evaluationen selbst. Die Qualitätsspirale, die die Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung antreibt, kann auch für die Weiterentwicklung der Evaluationspraxis verwendet werden. Es empfiehlt sich die Evaluation selbst im Rahmen einer „Manöverkritik“ Revue passieren zu lassen – oder auch gleich begleitend eine Resonanzgruppe zu installieren. Mehr dazu finden Sie hier.

    Nächste Evaluation planen

    Nach der Evaluation ist vor der Evaluation.

    ·         Vielleicht haben Sie festgestellt, dass die Evaluation nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch neue aufgeworfen hat.

    ·         Oder Sie läuten gerade den nächsten Zyklus in Ihrem Entwicklungsplan ein – der auch wieder evaluiert werden will.

    So oder so: Evaluation wird Teil der pädagogischen Praxis.

    Und: Sie haben bereits eine Evaluation durchgeführt und daraus einiges gelernt. Sie haben sich vielleicht auch für eine Evaluations-Weiterbildung angemeldet oder einen Austausch mit anderen Schulen organisiert. Beim nächsten Mal sind Sie noch besser gerüstet.