Themen dieses Kurses

  • Allgemeines

                                              Phase 3: Auswertung und Ergebnisdarstellung: Gesamttext als Download

    Bei Evaluationsvorhaben besteht oft die Gefahr, dass viel Engagement in das Erheben von Daten investiert wird, daraus aber eine oft unerwartete Datenmenge resultiert und die Zeit fehlt, sie auszuwerten. Daher ist es wichtig, bereits bei der Anlage einer Evaluationsmaßnahme mitzudenken, mit welchen Daten man in der Auswertungsphase konfrontiert sein wird – und wie man sie bewältigen wird. Ansonsten kann es dazu kommen, dass eine Menge wertvoller Befunde vorliegt, damit aber nichts passiert. Die Evaluation bleibt damit Selbstzweck, und was bleibt ist ein “Datenfriedhof”.

    Wenn Sie dem Leitfaden bis hierher gefolgt sind, sollte Ihnen das nicht passieren. In diesem Kapitel geht es nun darum, was in der Datenauswertung zu beachten ist und welche Möglichkeiten es gibt Ergebnisse darzustellen. Was das Kapitel nicht leisten kann, ist einzelne Auswertungsverfahren im Detail darzustellen. Da in dieser Phase nun tatsächlich Bewertungen vorgenommen werden, soll auch die soziale Komponente nicht zu kurz kommen.

    Wie gehen wir es an?

    Wenn, wie empfohlen, in Phase 2 alle Erhebungsschritte dokumentiert wurden, sind Sie bestens gerüstet für die Auswertungsphase. Eine erste Sichtung und Auswertung der „Rohdaten“ wird oft von einem kleinen Team oder auch von Einzelpersonen vorgenommen. Die Interpretation und Bewertung sollte aber am besten mit breiter Beteiligung erfolgen bzw. sind Ergebnisse, die eine kleine Gruppe erarbeitet hat, gemeinsam zu validieren. Mehr dazu finden Sie hier.

    Daten aufbereiten und analysieren

    Zu Beginn der Datenanalyse macht es Sinn, sich einen Überblick zu verschaffen und die Datenbasis auch noch einmal kritisch zu hinterfragen („Quellenkritik“, Datenprüfung). Dann werden die Rohdaten in einer Form ausgewertet und aufbereitet, die die Weiterarbeit ermöglicht. Es handelt sich dabei z.B. um die statistische Analyse von Befragungsdaten oder auch eine erste systematische Zusammenfassung von qualitativen Befunden. Für diese Arbeit braucht es u.U. auch spezielles Analyse-Know-how. Die Ergebnisse werden leicht fassbar, übersichtlich und adressatengerecht aufbereitet. Mehr dazu finden Sie hier.

    Ergebnisse validieren, interpretieren und Schlussfolgerungen ziehen

    Im nächsten Schritt sind nun die Analyseergebnisse zu validieren, zu interpretieren und zu bewerten – am besten, wie gesagt, mit einem größeren Kreis an Betroffenen und Beteiligten, am besten in einem Validierungsworkshop/einer Auswertungskonferenz. Während die (kommunikative) Validierung und die Interpretation noch um die Daten kreisen – Wie plausibel sind sie? Was sagen sie uns? – geht es beim Bewerten und Schlussfolgern darum Stellung zu beziehen: Wo stehen wir? Wie zufrieden sind wir? Wo besteht Handlungsbedarf? Mehr dazu finden Sie hier.

    Darstellung der Ergebnisse

    Keine Evaluation kommt ohne eine abschließende schriftliche Darstellung der Ergebnisse aus, sie ist die Basis für die Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung und dient der Ergebnissicherung, der Nachvollziehbarkeit und der Verbreitung, d.h. durch sie werden Evaluationsergebnisse anderen zugänglich gemacht. Dicke Konvolute zu verfassen ist jedoch meist nicht bewältigbar und auch nicht zweckmäßig. Eine schlanke und übersichtliche schriftliche Darstellung gibt einen Überblick über Anlass und Ziel, methodische Vorgangsweise, Ergebnisse und Schlussfolgerungen. Sie basiert auf einer begleitenden Dokumentation aller Schritte. Für Evaluationen im Rahmen der SQA-Entwicklungspläne ist die Dokumentation der Evaluation in die Entwicklungspläne zu integrieren. Mehr dazu finden Sie hier.