Themen dieses Kurses

  • Allgemeines

    Dieses Kapitel behandelt die erste Phase einer Evaluation, also alles das, was zu tun ist, bevor die ersten Daten erhoben werden. Eine gute Vorbereitung schafft eine solide Basis. Es geht dabei darum, einen passenden Einstieg zu finden, Rahmenbedingungen und Ziele zu klären und grundlegende Entscheidungen zu treffen, auf denen die konkrete Planung und Durchführung der Evaluation in Phase 2 aufbauen kann. 

    Die Wahl des passenden Einstiegs

    Der Anfang ist entscheidend: Wie etwas beginnt und wer daran beteiligt ist, beeinflusst das Ergebnis eines Prozesses in hohem Grade. Es ist daher wichtig, Betroffene und Beteiligte „abzuholen“. Selbst wenn bereits Vorbereitungen getroffen wurden, z.B. von der Schulleitung, dem/der Schulkoordinator/in oder dem Qualitätsteam, oder manche Weichenstellungen vorgegeben sind: es empfiehlt sich in jedem Fall eine Evaluation gemeinsam zu beginnen, z.B. mit einer Konferenz oder einem Auftaktworkshop, an dem alle Betroffenen und Beteiligten teilnehmen. Mehr dazu hier.

    Grundlegende Fragen klären

    Bevor man loslegt, ist einiges zu klären. Grundlegende Fragen, mit denen man sich zu Beginn befassen sollte, sind: Zweck der Evaluation (Wozu?), Gegenstand, Fragestellungen und Kriterien (Was? Nach welchen Kriterien?), Verantwortliche und „Stakeholder“ (Wer? Mit wem?), Daten und Methoden (Wie?), Zeitrahmen (Wann?) und Örtlichkeiten (Wo?) Mehr dazu hier.

    Siehe auch die Checkliste zum Einstieg.

    Wozu? – Sinn und Zweck der Evaluation eruieren

    Der Anlass für eine Evaluation kann vielfältig sei. Eines ist sicher: Es braucht gute Gründe für eine Evaluation. Schulinterne Anknüpfungspunkte haben sich als besonders wirksam erwiesen, aber auch Einflüsse von außen können wertvolle Impulse liefern. Die erste Entscheidung ist daher, ob, was und wozu überhaupt evaluiert werden soll. Sie ist gut abzuwägen, denn Evaluationen brauchen Zeit und Energie. Kriterien sind: die Bedeutsamkeit für die Schule, die Machbarkeit und der Nutzen, den man sich von der Evaluation verspricht. Mehr dazu finden Sie hier.

    Was? – Evaluationsgegenstand näher bestimmen und Fragestellungen entwickeln

    Wenn die Entscheidung für eine Evaluation gefallen ist, muss der Evaluationsgegenstand näher definiert werden. Also: Was genau wollen wir evaluieren? Mehr dazu finden Sie hier.

    Sobald der Evaluationsgegenstand eingegrenzt ist, gilt es Evaluationsfragestellungen zu entwickeln. Sie helfen die Evaluation zu fokussieren und handhabbar zu machen. Sie greifen Aspekte auf, die wichtig erscheinen. Mehr dazu finden Sie hier

    Nach welchen Kriterien? – Kriterien und Indikatoren festlegen

    Zu den Fragestellungen gehören auch Bewertungskriterien und Indikatoren. Die Fragestellung „Wie adäquat sind unsere Unterrichtsmethoden?“ muss präzisiert werden, indem man fragt: „Was genau macht eine Unterrichtsmethode adäquat?“ Und schließlich braucht es in vielen Fällen auch Indikatoren: „Woran werden wir erkennen, dass das auch der Fall ist?“

    Hier kommen Wertvorstellungen ins Spiel – und die können differieren. Wichtig ist es zu klären und transparent zu machen, wessen Werte in die Evaluation einfließen und wer Kriterien festlegt. Grundsätzlich gilt: Je breiter dies innerhalb der Schule abgestimmt ist, desto besser werden auch die Ergebnisse aufgenommen werden. Mehr dazu finden Sie hier

    Wer evaluiert? Mit wem? Wer soll die Ergebnisse erhalten und nutzen?

    Hier geht es darum, wer die Evaluation durchführt, wer daran beteiligt ist und wer die Ergebnisse erhält bzw. mit ihnen weiterarbeiten soll. Evaluationen in SQA werden meist von Lehrkräften unter Federführung oder mit Unterstützung der Schulleitung und der SQA-Schulkoordinator/innen an der Schule durchgeführt. Sie handeln möglichst im Auftrag der Schulpartner/innen. Wichtig sind auch die Betroffenen und Beteiligten, also die Personen(gruppen), die in die Evaluation einbezogen werden. Sie sind spätestens zu Beginn der Evaluation (noch einmal) zu eruieren. Auch die Datenhoheit muss zu Beginn geklärt werden. Schließlich sollte man sich Gedanken machen, wer (genau) mit den Ergebnissen der Evaluation weiterarbeiten soll – eine vielleicht ungewohnte Frage. Diese Personen sind aber zentrale Akteur/innen – sie müssen von der Sinnhaftigkeit der Evaluation überzeugt sein, damit auf die Evaluation Taten folgen. Mehr dazu finden Sie hier.

    Das Evaluationsprojekt aufsetzen

    Sind die grundlegenden Fragen geklärt, kann mit der Planung der Evaluation begonnen werden. Wie in jedem Projekt braucht es dazu klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. Rollen und Aufgaben müssen vergeben werden, insbesondere ist zu klären, welche Rollen die Schulleitung, der/die Schulkoordinator/in, das Qualitäts- bzw. Evaluationsteam sowie die anderen Lehrkräfte an der Schule spielen. Auch der Zeitrahmen, die Örtlichkeiten und die Ressourcen, v.a. die Zeitressourcen der aktiv Beteiligten, müssen geklärt werden. Mehr dazu finden Sie hier.

    Checkliste: Wie beginnen?

    Hier finden Sie eine Checkliste, die Sie – kurz und bündig – mit den wichtigsten Fragen beim Einstieg in die Evaluation begleitet. Die Checkliste finden Sie hier.

    Checkliste zum Download