Themen dieses Kurses

  • Allgemeines


    Dieses Kapitel ist eine Einführung in das Thema Evaluation. Es gibt eine erste Orientierung, worum es bei Evaluation und Feedback geht. Sie finden hier

    • grundlegende Informationen und Begriffsbestimmungen zu Evaluation und Feedback
    • verschiedene „Spielarten“ von Evaluation
    • einen ersten Überblick, warum Evaluation und Feedback für SQA wichtig sind und welchen Nutzen sie für Schulen und Lehrer/innen bringen.

    Warum braucht es Evaluation und Feedback?

    Evaluation und Feedback sind wesentliche Pfeiler der Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung. Sie sind in allen Phasen von Qualitätsentwicklungsprozessen unerlässlich und somit ein Grundelement von SQA. Ob Bestandsaufnahme zu Beginn eines Vorhabens, punktuelle Rückmeldungen im Verlauf des gesamten Prozesses oder abschließende Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen – ohne das Sammeln und Analysieren von Daten und Rückmeldungen gibt es keine seriöse Qualitätsentwicklung, und damit auch keine Qualitätssicherung. Selbstvergewisserung ist ein Merkmal von Professionalität, das gilt für Personen wie für Organisationen. Mehr zu Evaluation in SQA finden Sie hier.

    Evaluation – was ist das?

    Evaluation wird oft mit Alltagsbewertungen gleichgesetzt, wie sie Menschen ständig vornehmen. Wenn in SQA von Evaluation die Rede ist, geht es um ein professionelles Verständnis von Evaluation.

    Mit Evaluation ist demnach eine systematische Untersuchung und Bewertung eines Gegenstands auf der Basis empirischer, d.h. erfahrensbasierter Informationen gemeint, in der Absicht, seine Qualität und seinen Nutzen sicherzustellen und weiter­zuentwickeln. „Gegenstand“ von Evaluationen sind bei SQA Schule und Unterricht.

    Zur Definition von Evaluation hier mehr.

    Zur Abgrenzung zwischen Evaluation und „Alltagsbewertungen“ hier mehr.

    Zu Gegenständen von Evaluation hier mehr.

    Feedback und pädagogische Diagnostik als wichtige Elemente der Evaluation

    Mit Feedback ist die Rückmeldung von betroffenen/beteiligten Personen an andere Personen bezüglich deren Verhalten, deren Leistung und der von ihnen erzielten Ergebnisse (bzw. deren Auswirkungen) gemeint. Feedback ist in SQA eine der wichtigsten, weil wirksamsten  Informationsquellen. Es ist genau genommen kein eigenes Verfahren, sondern eine Form (der „Datenerhebung“ in) der Evaluation.

    Pädagogische Diagnostik: Leistungsbewertung und pädagogische Diagnostik sind ein wichtiger Teil der Evaluation in SQA. Unterscheiden muss man dabei zwischen

    1) der Leistungsbewertung und pädagogischen Diagnostik als solche, d.h. der Evaluation der Schülerleistungen, und

    2) der Evaluation der von den Lehrer/innen angewandten Verfahren zur Leistungsbewertung und pädagogischen Diagnostik.

    Die Evaluation in SQA beschäftigt sich mit beiden Aspekten. Das Thema „Pädagogische Diagnostik“ wird unter „Lernen und Lehren“ ausführlich behandelt. 

    Zu Feedback und pädagogischer Diagnostik hier mehr.

    „Spielarten“ von Evaluation

    Evaluation kann je nach Kontext und Intention zu verschiedenen Zwecken und in verschiedener Art und Weise durchgeführt werden. Hier werden die wichtigsten „Spielarten“ vorgestellt:

    Gegenstände von Evaluation: Was kann evaluiert werden?

    Grundsätzlich kann alles, was mit Schule und Unterricht zu tun hat, einer Evaluation unterzogen werden: Das kann die ganze Schule sein oder auch der Unterricht einzelner Lehrkräfte; es können (einzelne) Qualitätsbereiche zum Ausgangspunkt genommen werden; es kann eine Bestandsaufnahme oder auch eine Evaluation von Veränderungen vorgenommen werden. Mehr finden Sie hier.

    Evaluationszwecke: Wozu wird evaluiert?

    Evaluation kann verschiedenen Zwecken und Auftraggeber/innen dienen; sie kann den Entwicklungsgedanken voranstellen oder auf Kontrolle abzielen (oder sogar beides auf einen Nenner bringen wollen). In jedem Fall geht es in Evaluation darum, etwas „herauszufinden“, d.h. Wissen zu generieren, das für die weitere Arbeit nützlich ist. Für SQA ist v.a. der entwicklungsorientiere Ansatz von Bedeutung. Mehr finden Sie hier

    Evaluationsarten: Wer evaluiert? In wessen Auftrag?

    Man spricht von interner und externer, von Selbst- und Fremdevaluation – je nach Auftraggeber/in, Durchführung, Datenhoheit oder Entscheidungsgewalt über Konsequenzen. Mehr finden Sie hier.

    Evaluationsmethoden: Woher kommen die Daten?

    Evaluation braucht empirische Daten. Diese können aus vielfältigen Quellen stammen und es gibt eine breite Palette an Erhebungsmethoden, die sich auch für die Evaluation an Schulen eignen. Mehr dazu finden Sie im Kapitel 4 und Kapitel 9.

    Evaluation und Feedback: Was bringt das?

    Was tun Profis, um den Erfolg ihres Handelns abzusichern? Sie fragen nach, sie vergewissern sich, sie überprüfen, lassen sich von anderen Expert/innen über die Schulter schauen. Lehrer/innen sind mit Formen der Evaluation aus ihrer täglichen Arbeit grundsätzlich vertraut: Sie bewerten die Leistungen von Schüler/innen, sie reflektieren ihren Unterricht oder auch Entwicklungen an ihrer Schule. Und doch sind Feedback und Evaluation ein heißes Eisen bei Unterrichts- bzw. Schulentwicklung. Mehr dazu finden Sie hier.

    Wie Evaluation in SQA so umgesetzt werden kann, dass positive Wirkungen für alle Beteiligten – die Lehrkräfte, die Schüler/innen und andere „Stakeholder“ – entstehen, dazu finden Sie Informationen und Anregungen in Kapitel 2: Wie geht Evaluation und was ist dabei zu beachten? sowie in den Kapiteln zu den vier Phasen der Evaluation.