Themen dieses Kurses

  • Was ist SQA?

    „SQA – Schulqualität Allgemeinbildung“ ist das pädagogische Qualitätsmanagementsystem des BMB. Es soll durch pädagogische Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung zu bestmöglichen Lernbedingungen für Schüler/innen an allgemein bildenden Schulen beitragen. Das eigenständige Lernen von Schüler/inne/n, unterstützt durch wertschätzende, sachlich fundierte Begleitung von Lehrer/innen, soll zur weiteren Anhebung des Bildungsniveaus führen.

    Worauf beruht SQA?

    SQA beruht auf einer Novellierung des § 18 Bundes-Schulaufsichtsgesetz, die am 1. September 2012 in Kraft getreten ist. Darin werden die Eckpunkte eines Nationalen Qualitätsrahmens definiert, die für das allgemein bildende Schulwesen als „SQA – Schulqualität Allgemeinbildung“ in einem partizipativen Prozess weiter konkretisiert wurden. § 18 Bundes-Schulaufsichtsgesetz und § 56 Schulunterrichtsgesetz, der schulisches Qualitätsmanagement als eine der Aufgaben der Schulleitung definiert, bilden die rechtlichen Grundlagen der Initiative.

    Was soll SQA leisten?

    Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung dürfen nie Selbstzweck sein, sie stehen immer im Dienst eines Zieles. Als Rahmenzielvorgabe ab September 2016 definiert das BMBF die Weiterentwicklung des Lernens und Lehrens in Richtung Individualisierung, Kompetenzorientierung und inklusive Settings. SQA versteht sich dabei als organisatorischer Rahmen, inhaltliche Orientierung und Werkzeug zur Zielerreichung.

    SQA soll dazu ermutigen, Gelungenes zu verstärken, vorhandene Gestaltungsmöglichkeiten auszuschöpfen und Ergebnisverantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Klärung der Rollen und Aufgaben, konsequente Wahrnehmung von Führungsfunktionen und Leadership, Partizipationsmöglichkeiten für alle Beteiligten und externe Unterstützungsangebote sind notwendige Voraussetzungen.

    Wie arbeitet SQA?

    In einem koordinierten Zusammenspiel aller Ebenen des Schulsystems sollen durch SQA Entwicklungsprozesse etabliert werden, die in Form einer Aufwärtsspirale von der Bedürfnisformulierung und Ist-Stand-Analyse über Zielvereinbarungen, Umsetzungsmaßnahmen und Erfolgsüberprüfungen zu Konsequenzen und weiterführenden Vorhaben führen. Dabei geht es immer um konkrete, bedarfsorientierte Entwicklungsvorhaben, welche die Schüler/innen auch tatsächlich erreichen. Wenn elementare Bedarfslagen von einzelnen Schulen nicht erkannt werden, ist es Aufgabe der Schulaufsicht, Überzeugungsarbeit zu leisten und nötigenfalls auch externe Unterstützungsmaßnahmen zu veranlassen (siehe z.B. Projekt „Grundkompetenzen absichern“).

    Was sind Grundelemente von SQA?

    Ausgangspunkt von SQA sind das Lernen und Lehren und die damit verbundenen Lernergebnisse und Lernerfahrungen der Schüler/innen an österreichischen allgemeinbildenden Schulen. Was die Qualität von Unterricht und Schule ausmacht, wird in der Landkarte „Unterrichts- und Schulqualität“ mit ihren 6 Qualitätsbereichen dargelegt.

    Zur Umsetzung von SQA auf bzw. zwischen allen Ebenen des Schulsystems dienen zwei tragende Strukturelemente: Entwicklungspläne (EP) und periodische Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG). Besonders in Letzteren materialisieren sich dialogische Führung und Vereinbarungskultur. Sie sind von einem Klima grundsätzlicher Wertschätzung geprägt und erfolgen innerhalb eines definierten Rahmens zwischen Expert/innen benachbarter Ebenen. Verbindlichkeit wird durch Verschriftlichung von Vereinbarungen hergestellt, deren Einhaltung in den jeweils folgenden BZG thematisiert wird. Ausgangspunkt der BZG sind die Entwicklungspläne der jeweils nachgeordneten Ebene.

    Wie kommt SQA ins Schulsystem?

    Qualitätsentwicklung braucht Strukturen. SQA umfasst das gesamte allgemeinbildende Schulsystem; entsprechende Rollen und Verantwortlichkeiten auf allen Ebenen wurden definiert. Den neuen Funktionen der SQA-Schulkoordinator/inn/en und der SQA-Landeskoordinator/inn/en kommt besondere Bedeutung zu.

    Welche Unterstützungsangebote gibt es?

    Zahlreiche Unterstützungsangebote stehen den Schulen zur Verfügung:

    Leittexte: Orientierung bieten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Grundlagentexte zu Lernen und Lehren, zur Qualität von Unterricht und Schule sowie zur dialogischen Führung.

    Leitfäden: Den Schulen stehen praxisorientierte Leitfäden zur Schulentwicklung mit EP sowie zur Umsetzung von Evaluation und Feedback zur Verfügung, die zahlreiche Verfahrensvorschläge und Instrumente enthalten. Die Bedeutung evidenzbasierter Entwicklung unterstreicht der Bereich „Arbeiten mit Daten der Bildungsstandardsüberprüfungen“.

    Bibliothek und Medien: Dieser Bereich bietet zusätzliche Materialien und weiterführende Hinweise zum Thema Unterrichts- und Schulqualität. Ein Highlight: Die DVD „Individualisierung – das Geheimnis guter Schulen“ von Reinhard Kahl.

    SQA online: Auf dieser Plattform finden sich wissenschaftlich fundierte, praktische Feedbackinstrumente.

    Beratung & Begleitung: In der EBIS-Liste können Schulen nach zertifizierten Schul- bzw. Unterrichtsentwicklungsberater/innen suchen, die über die Pädagogischen Hochschulen angefordert werden können.


    Eine ausführlichere Einführung in SQA finden Sie hier.